Palmenarten

Winterharte Palmen: Welche Palmenarten sind die besten?

Mediterranes Flair, ein Hauch von Urlaub auf dem Balkon – der Wunsch nach Palmen im Garten ist verständlich. Am schönsten wirken die großen Exemplare mit üppigen Wedeln. Doch halten die Palmen auch dem Winter bei uns stand? Ja, mit diesen Tipps klappt es.

Wann pflanze ich die Palmen an?

Die exotischen Gewächse finden immer mehr Fans. Das hat viele Gründe, so unter anderem:

  • Palmen sind absolute Blickfänge
  • der Garten kann damit in einem ungewöhnlichen, kreativen Stil gestaltet werden
  • die Pflege ist nicht schwierig

Im Frühjahr kommen die Exoten nach draußen. Aber bloß nicht zu zeitig, um den Gewächsen einen nicht zu großen Temperaturunterschied zuzumuten – das stresst sie! Sie können Sie im Winterquartier, z.B. einem Wintergarten, während der kalten Jahreszeit unterbringen.

Oder Sie entscheiden sich für Exemplare, die Sie das ganze Jahr über draußen belassen. Dann ist der Mai der beste Monat, um Palmen im Freien anzupflanzen.
Die größte Sorgen der Liebhaber von Palmen (bot. Palmae): Werden die Pflanzen auch den Winter draußen überstehen? Schließlich hegt man sie in den warmen Monaten und möchte sie auch im kommenden Frühling wieder in voller Pracht bewundern. Da scheint es einfach, sich Palmen mit dem Etikett “winterhart” zu kaufen. Aber so leicht ist es eben nicht.

“Der Frühling ist die schönste Zeit! Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit im goldnen Sonnenschein.” (Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Dichterin)

Der Unterschied zwischen frosthart und winterhart

Denn man muss wissen, dass winterhart bzw. winterfest etwas anderes bedeutet als frosthart. Beides steht für eine gewisse Temperaturtoleranz: Die Pflanzen stecken also Kälte in einem bestimmten Rahmen weg.

Ist ein Gewächs frosthart, dann hat es mit den in unseren Breiten vorherrschenden Frösten im Winter von -1° bis -40° keine Probleme. Dauerfrost über Monate könnte aber auch hier Schäden an Wurzeln oder Blättern anrichten.
Jedoch sind Winter in Deutschland ganz unterschiedlich: Mal gibt es eiskalte Temperaturen, mal eher ein Frühlingserwachen im Januar. Oder ganz unangenehm: nass-kaltes Schmuddelwetter über Wochen. Das mag eine frostharte Pflanze nämlich nicht so gern. Ein Nässe- oder Windschutz hilft ihr dann beim Überwintern.
Deshalb ist das Kennzeichen winterhart besser, wenn Sie auf der Suche nach Palmen für den Garten zu Hause sind. Oder auch für den Balkon. Eine winterharte Pflanze hat keine Schwierigkeiten, sich dem Auf und Ab eines Winters in Deutschland anzupassen. Regen? Schnee? Frost? Wind? Tauphasen? Ist ihr alles egal.

Sie haben sich eine als winterhart ausgewiesene Palme geholt – und trotzdem lässt sie im ersten Sonnenschein die Wedel hängen? Dann war sie wohl leider doch nicht winter-, sondern nur frosthart… Oder die Palmenart war nicht die passende für das Klima in Ihrer Region.
Denn in der Tat brauchen viele Palmen, die in Mitteleuropa gedeihen sollen, einen zusätzlichen Winterschutz. Die Bezeichnung winterhart ist deshalb manchmal irreführend. Lassen Sie sich unbedingt beraten, wenn Sie sich eine Palme kaufen möchten.

5 Tipps: Wie sieht der Winterschutz für Palmen aus?

1. Suchen Sie Ihrem grünen Gefährten einen geschützten Platz in der Nähe des Hauses oder der Terrasse aus. Dann ist er widrigen Wetterbedingungen nicht so ausgesetzt.

2. Die Palmwedel werden für den Winter mit einem Seil locker an mehreren Stellen zusammengebunden. Bitte nicht zu fest binden, sonst könnte Fäulnis entstehen! Oder zwischen die Blätter trockenes (!) Stroh stopfen, vor allem um das Palmenherz, also den Kern der Blätter, herum.

3. In Gegenden mit härteren Wintern wird über die Pflanze ein Jutesack gezogen oder eine Strohmatte darum befestigt. Das hält den Wind zusätzlich ab.

4. Der Boden wird abgedeckt, dazu eignen sich eine dicke Schicht Rindenmulch, Teichvlies, oder Stroh. Auch eine frische Portion Palmenerde hilft der Pflanze, den Winter gut zu überstehen.

5. Die Blätter, der Stamm und auch (falls vorhanden) der Pflanzkübel können dick mit einem Vlies umwickelt werden. Das hält gut warm. Empfehlenswert ist ein helles oder weißes Vlies, das luftdurchlässig ist und trotzdem warm hält. Ein helles Vlies ist von Vorteil, weil es mehr Licht hindurchlässt.
Sind Sie im Nähen begabt? Dann nähen Sie der Palme doch einfach den passenden Wintermantel aus Vlies! Befestigt wird er an einem langen Stab, der im Boden verankert ist. An sonnigen Tagen darf der Mantel leicht geöffnet werden.
Es gibt auch beheizte Pflanzgefäße, womit Sie den Wurzeln eine extra Ration Wärme gönnen. Oder Sie setzen auf warmen Wind. Dafür wird ein Heizlüfter mit Frostwächterfunktion benutzt – aber Vorsicht: nicht zu nah und direkt auf die Palme richten!

Welche Palmenarten sind winterhart? 3 Empfehlungen

Wie erwähnt: Je nach Gegend können Palmen derselben Art unterschiedlich gedeihen. Welcher exotische Baum sich genau bei Ihnen wohlfühlen könnte? Hier finden Sie eine Deutschlandkarte, die Ihnen weiterhilft.
Wir stellen Ihnen drei Palmenarten vor, die pflegeleicht und robust sind. Ideal also, um mit Palmen draußen glücklich zu werden.

Wagners Hanfpalme (Trachycarpus wagnerianus)

Wagners Hanfpalme

Foto : Flickr, © dan.kristiansen

  • sehr anspruchslos
  • kommt in kühleren Klimazonen zurecht
  • noch nicht weit verbreitet (das hat eben nicht jeder!)
  • Stamm ist ganz mit weichen Fasern bedeckt
  • kleinere, filigrane Krone mit hellgrünen und dunkelgrünen Blättern
  • kann sowohl ausgepflanzt als auch im Kübel gedeihen
  • wird max. 5 Meter hoch und 2,5 Meter breit in der Krone
  • wächst im Halbschatten und besonders gut in der Sonne
  • bei anhaltend heißen Temperaturen zusätzlich Wasser geben
  • ab -12° empfiehlt sich der Winterschutz

Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei)

Chinesische Hanfpalme

Foto : Flickr, © pilot_micha

  • der Klassiker unter den Outdoor-Palmen, vielfach bewährt auch in deutschen Wintern
  • extrem robust
  • Stamm ist ganz mit weichen Fasern bedeckt
  • größere, buschige Krone mit vielen hellgrünen und dunkelgrünen Blättern
  • kann im Kübel gehalten werden, wirkt aber besonders schön ausgepflanzt
  • wird max. 10 Meter hoch und 3 Meter breit in der Krone
  • wächst im Halbschatten und besonders gut in der Sonne
  • bei anhaltend heißen Temperaturen zusätzlich Wasser geben
  • ab -12° empfiehlt sich der Winterschutz

Palmetto-Palme (Sabal palmetto)

Palmetto-Palme
Foto : Flickr
, © Sam-Fraser-Smith

  • auffällige Fächerpalme
  • sehr ausladende Form: geringer Stamm, aber riesige Blätter
  • sehr selten, damit haben Sie wirklich eine ganz besondere Palme
  • kann im Kübel gehalten werden, ist aber aufgrund des Umfangs besser ausgepflanzt aufgehoben
  • anspruchslos in der Pflege
  • wird max. 25 Meter hoch und 6 Meter breit in der Krone, in Mitteleuropa meist nicht höher als 10 Meter
  • bevorzugt volle Sonne
  • braucht immer ausreichend Wasser
  • ab -8° empfiehlt sich bereits der Winterschutz

Fazit zu den winterharten Palmen

Die Bezeichnung winterhart ist bei Palmen manchmal nicht ganz korrekt. Viele von Ihnen kommen mit kühleren Temperaturen zwar gut zurecht, brauchen aber einen zusätzlichen Winterschutz, wenn Sie die Palmen im Garten überwintern möchten. Ideale Palmenarten, die auch bei Wintern in unseren Breiten keine Schwierigkeiten haben, sind die Chinesische Hanfpalme, Wagners Hanfpalme und die Palmetto-Palme. Sollen die exotischen Schönheiten in Kübeln gepflanzt werden, kommen Sie einfach bei uns im Gartencenter vorbei. Wir finden das Passende für Sie.

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