Nordmanntanne oder Blaufichte – welcher Weihnachtsbaum passt zu mir?

Das Laub färbt sich langsam bunt, die Temperaturen kühlen herunter, die Tage werden wieder kürzer. Nach und nach offenbaren sich uns die ersten Anzeichen der frostigen Jahreszeit und der damit verbundenen, behutsam aufkommenden Weihnachtsstimmung. Die ersten weihnachtlichen Dekorationsartikel ziehen in unsere Wohnungen ein und der ein oder andere macht sich vielleicht schon die ersten Gedanken über die richtige Wahl des diesjährigen Weihnachtsbaumes.

Wussten Sie, dass es erst seit 1800 üblich ist, sich einen Tannenbaum in das heimische Wohnzimmer zu hängen? Genau richtig gelesen, damals hing der Weihnachtsbaum noch von der Zimmerdecke herunter und wurde unter anderem mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen geschmückt.

Obwohl der Brauch des Weihnachtsbaumes nun schon so viele Jahre in den Traditionen vieler Familien fest verankert ist, kommt alle Jahre wieder die Frage auf: Welcher Weihnachtsbaum passt denn eigentlich zu mir und meinen Bedürfnissen?

Fichte oder Tanne – Worin liegt der Unterschied?

Doch worin liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen angebotenen Weihnachtsbäumen? Die Kontraste werden bei genauerer Betrachtung der Pflanzengattung deutlich: Tanne oder Fichte. Ist das nicht irgendwie das Gleiche?

Grundsätzlich lässt sich die Unterscheidung am lateinischen Namen festmachen. Beide Arten zählen zur Familie der Kieferngewächse (Pinceae), diese unterteilt sich wiederum in die Unterfamilie der Fichten (Piceoideae) und der Tannen (Abietoideae). Wenn Sie auf der Beschilderung des Baumes den Gattungsnamen Picea lesen handelt es sich um eine Fichtenart, bei der Betitelung Abies liegt eine Tannenart vor.

Weitere Erkennungsmerkmale liegen in den charakteristischen Eigenschaften der Bäume. Während die Fichte eine raue Rinde mit spitzen, piksenden Nadeln aufweist, die ringsum an den Zweigen wachsen, zeichnet sich die Tanne durch ihre weichen Nadeln aus, die nicht piksen, wenn man sie anfasst und gescheitelt am Trieb sitzen. Fichten und die meisten Tannenarten strömen den für sie typischen harzigen Duft aus.

Weihnachtsbaum – Im Topf oder geschlagen?

Je nach gewünschtem Verwendungszweck werden Weihnachtsbäume unterschiedlich kultiviert und angeboten:

Topfgewachsene Weihnachtsbäume zeichnen sich vor allem durch Langlebigkeit aus, denn sie können nach der Weihnachtszeit weiter als Topfpflanze gehalten werden oder in den Garten umgesiedelt werden.

Bei topfgedrückten Weihnachtsbäumen wächst die Pflanze bis zum Zeitpunkt des Verkaufs in nährstoffreichem Boden und wird anschließend maschinell ausgestochen und in einen Topf gedrückt. Durch das immer noch vorhandene Wurzelwerk ist die Haltbarkeit länger und der Nadelverlust geringer. Im Vergleich zum topfgewachsenen Baum ist der Preis günstiger, aber die Chance des erneuten Anwachsens ist durch die häufig vorkommende Beschädigung der Wurzelenden beim Ausstechen sehr gering.

Der klassische geschnittene bzw. geschlagene Weihnachtsbaum wird in verschiedenen Sorten und Größen angeboten. Die beliebteste Sorte ist die Nordmanntanne mit dunkelgrünen, weichen Nadeln und einem schönen, dichten Wuchs. Nordmanntannen nadeln nicht, weisen aber auch keinen Duft auf. Die Nobilistanne oder Echte Edeltanne wird mittlerweile als Weihnachtsbaum nur noch wenig angeboten. Sie wirft die blausilbrigen Nadeln nicht ab und duftet sehr schön, ist im Wuchs aber eher ungleichmäßig. Die Rotfichte hat einen sehr schlanken, lockeren Wuchs mit sehr kurzen Nadeln an den Zweigen. Sie wird gerne im Außenbereich aufgestellt, weil dort eine gewisse Baumgröße gewünscht ist und die Rotfichte der preiswerteste geschnittene Weihnachtsbaum ist. Im Innenbereich nadelt die Rotfichte leider sehr schnell. Die Blaufichte oder im Volksmund „Edeltanne“ genannt, ist vom Wuchs her wieder deutlich dichter und kompakter. Die Nadeln sind mehr oder weniger stark ausgeprägt bläulich oder silbrig gefärbt und die Blaufichte verströmt den typischen Weihnachtsbaumduft. Auch die Blaufichte verliert im Zimmer aufgestellt nach einer gewissen Zeit ihre Nadeln.

Schaut doch gerne bei uns vorbei und findet den für Euch passenden Weihnachtsbaum aus unserer vielfältigen Auswahl:

  • Stechfichte/Blaufichte (Picea pungens)
  • Nordmann-/Kaukasus-Tanne (Abies nordmanniana)
  • Serbische Fichte, Omorika-Fichte (Picea omorika)
  • Koreatanne Molli (Abies koreana ′Molli‘)
  • Zuckerhutfichte (Picea glauca ′Conica′)
  • Gemeine Fichte (Picea excelsa)
  • Nobilistanne oder Echte Edeltanne (Abies procera ′Glauca′)

 

Künstlicher Weihnachtsbaum – Eine nachhaltige Alternative zur echten Nordmanntanne?

Den richtigen Weihnachtsbaum zu finden gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Zwischen den verschiedenen Arten und untergeordneten Sorten von Tanne und Fichte die richtige Wahl zu treffen scheint zum Teil unmöglich und als wäre das nicht schon schwer genug mischt seit einigen Jahren noch ein neuer Spieler auf dem Weihnachtsbaummarkt mit  – der künstliche Tannenbaum. Seine Popularität hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Doch warum? Die Antwort ist simpel, künstliche Christbäume sparen Geld und Zeit. Darüber hinaus sehen Sie der natürlichen Tanne mittlerweile zum Verwechseln ähnlich. Aber ist der künstliche Weihnachtsbaum tatsächlich eine gute Alternative zur echten Nordmanntanne?

Künstliche Weihnachtsbäume weisen eine Vielzahl von Vorteilen auf, dazu zählen unter anderem:

  • Die langfristige Einsparung von Geld
  • Die Zeitersparnis gegenüber dem jährlichen Baumkauf und Aufbau
  • Der geringere Aufwand (keine abfallenden Nadeln, kein regelmäßiges Bewässern)
  • Die geringeren Transportkosten
  • Wegfall der jährlichen Entsorgung
  • Langfristig ökologischer (bei entsprechender Nutzung)

Doch inwieweit kann ein künstlicher Tannenbaum langfristig ökologischer sein als eine echte Nordmanntanne, wenn man bedenkt, dass diese aus Kunststoff gefertigt und über lange Transportwege aus Asien nach Deutschland importiert werden?

Um mit der Öko-Bilanz eines echten Holz-Weihnachtsbaums mitzuhalten muss ein Plastik-Weihnachtsbaum mindestens sechs Jahre lang genutzt werden. Dabei sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden von welcher Qualität der Baum und die darin verarbeiteten Bestandteile sind.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit scheint die echte Nordmanntanne seinem synthetisch hergestellten Verfolger jedoch einiges voraus zu sein.

Während des Heranwachsens verhindern die Bäume durch ihre Baumwurzeln die Erosion des Bodens. Darüber hinaus stellen sie Lebensraum für Wildtiere dar und filtern belastenden Feinstaub aus unserer Atemluft. Zudem werden jährlich bis zu 90% der Christbäume recycelt indem sie beispielsweise in Zoos als Nahrungsmittel oder Spielobjekt für die Tiere eingesetzt werden. Dem gegenüber steht jedoch, dass circa ein Drittel der in Deutschland verkauften Bäume aus dem Ausland importiert werden müssen um den Bedarf zu decken. Darüber hinaus werden viele der Bäume in Monokulturen angebaut, bei denen der Boden durch den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden über eine Wachstumsperiode von acht bis zwölf Jahren stetig belastet wird.

Im Vergleich wird deutlich, dass sowohl der Tannenbaum aus Holz, als auch die künstliche Version eine Vielzahl von Vor- und Nachteilen aufweisen. Für welchen Art von Weihnachtsbaum Sie sich letzendes entscheiden hängt von Ihren persönlichen Ansprüchen und Präferenzen ab.

Bei uns finden Sie, unter anderem, Weihnachtsbäume aus der Region sowie biologisch angebaute Christbäume und hochwertig verarbeitete künstliche Tannenbäume.

Künstlicher Christbaum – Das sollten Sie beim Kauf beachten

Wenn Sie sich für einen künstlichen Tannenbaum entschieden haben, werden Sie feststellen, dass die Auswahl im Hinblick auf Größe, Farbe, Art, Stecksystem, Hersteller und vielem mehr eine noch höhere Anzahl innehat als die bei natürlichen Holz-Weihnachtsbäumen.

Grundsätzlich sollten Sie billige Produkte von unbekannten Herstellern vermeiden, da schlecht produzierte Bäume durch ihre Belastung mit gesundheitsschädlichen Chemikalien häufig eine besonders negative Öko-Bilanz vorweisen. Daher sollten Sie bei der Auswahl Ihres perfekten Weihnachtsbaums die nachfolgenden Dinge beachten:

  1. Entflammbarkeit und Schadstoffbelastung sind besonders ausschlaggebend. Bäume mit einer hohen Belastung an Chemikalien erhöhen die Brennbarkeit eines künstlichen Tannenbaumes. Sollte es zu einem Brand kommen werden häufig gesundheitsschädliche und krebserregende Stoffe freigesetzt. Wenn das von Ihnen gewählte Modell einen starken chemischen Geruch ausströmt dann ist vom Kauf dringlichst abzuraten. Gewiss werden auch qualitativ hochwertige Exemplare beim Öffnen der Verpackung einen leicht synthetischen Geruch aufweisen, dieser verfliegt jedoch nach kurzer Zeit.
  2. Das Aufbau-System spielt beim Auf-/Abbau, sowie beim Verstauen des künstlichen Tannenbaumes eine entscheidende Rolle. Wählen Sie hier ein Modell, dass Ihren Ansprüchen gerecht wird damit Sie besonders lange Freude an ihrem Kunstbaum haben.
  3. Wie bei natürlichen Weihnachtsbäumen variieren künstliche Christbäume hinsichtlich ihrer Höhe und ihres Durchmessers. Wie beim Kauf eines neuen Möbelstückes gilt auch hier: erst ausmessen dann einkaufen.
  4. Achten Sie darauf, dass der Baum eine möglichst hohe Anzahl an Zweigen aufweist, denn je mehr Zweige der Baum besitzt, desto größer das Volumen in der Gesamtwirkung.
  5. Die abschließende Entscheidung betrifft das äußere Erscheinungsbild des Baumes. Hier haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Farbtönen und Nadeltypen, sowie dekorativen Elementen (beispielsweise bereits dekorierte oder beschneite Bäume).

 

Bei uns im Mencke Gartencenter erhalten Sie eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen künstlichen Weihnachtsbäumen in verschiedensten Größen, Formen und Farbgebungen. Einer unserer Hauptlieferanten von künstlichen Weihnachtsbäumen trägt durch sein Engagement dazu bei, dass jährlich eine Vielzahl von Bäumen im niederländischen Nationalpark Oeganda, als Ausgleich, gepflanzt werden

Schauen Sie gerne bei uns vorbei und lassen Sie sich von unserer großen Auswahl inspirieren. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite und helfen Ihnen, den für Sie passenden Weihnachtsbaum zu finden.

Unser Fazit zur Weihnachtsbaumwahl

Heutzutage ist der Weihnachtsbaum aus unseren Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken. Durch seine feste Verankerung innerhalb der weihnachtlichen Traditionen bringt er uns alljährlich in Weihnachtsstimmung.

Damit Ihr Baum Ihnen auch in diesem Jahr das Fest der Liebe versüßt sollten Sie vor dem Kauf die Auswahl an echten und künstlichen Christbäumen gut miteinander vergleichen. Denn beide Varianten weisen sowohl Vorteile als auch Nachteile für das weihnachtliche Ambiente, den Geldbeutel und die Umwelt auf.

Im Gartencenter Mencke helfen wir Ihnen gerne den für Sie perfekten Weihnachtsbaum zu finden!

 

Garten-Dekotipps

Beitragsbilder: Mencke Gartencenter, © gemeinfrei, shutterstock © M. Schuppich, © https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en