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Dornröschen lässt grüßen: Wenn sich Rosen in großer Pracht am Haus entlangranken, fühlt man sich wie im Märchen. Die Königin der Blumen passt auch super zu Balkonen oder an Holzspaliere. Wie muss man sie schneiden, damit sie schön üppig blühen?

Warum muss man Kletterrosen schneiden?

Bei Kletterrosen denkt man natürlich daran, dass sie schön hoch ranken sollen. Ein dicht bewachsenes Rosenspalier, ein Blütenmeer am Rosenbogen – wer kommt da nicht ins Schwärmen? Deshalb benötigen Kletterrosen entsprechende Pflege.

Kletterrosen sind anders zu pflegen als Rosenstöcke. Und das Schneiden der Rosen ist nichts weiteres als die Pflege der Pflanzen. Deswegen brauchen Sie also keine Bedenken zu haben, die Gartenschere anzusetzen: Rosen müssen zurückgeschnitten werden, damit sie gesund bleiben und kräftig austreiben.

Denn dann stecken sie all ihre Kraft in die neuen Triebe und nicht in das Strecken der alten Zweige. Diese würden nämlich einfach nur länger und dünner. Ja, die Pflanze wächst dadurch auch, aber eben nicht gleichmäßig – und die Blüten werden rar. Dazu kommt, dass die Blumen geschwächt und anfällig für Schädlinge werden. Das wollen Sie sicher vermeiden.

Wann schneide ich die Kletterrosen?

“Wie mag es wohl dem Dornstrauch sein, wenn Lenzeshauch sich regt und plötzlich statt bloß Stacheln rau er duft’ge Rosen trägt.” (Ferdinande Freiin von Brackel, Deutsche Schriftstellerin)

Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt, um Kletterrosen zu stutzen. Allerdings heißt es aufpassen, welcher Art die Rosen sind: Einmal (pro Jahr) blühende Kletterrosen werden unmittelbar nach der Blüte im Sommer eingekürzt; Rosen, die mehrmals ihre wunderbare Blüte zeigen, schneiden Sie im Frühling.
Dies ist der ideale Zeitpunkt um zu erkennen, wie Ihre Rosen den Winter überstanden haben. Sie können genau sehen, welche Triebe eher kümmerlich entwickelt sind und aus welchen Rosenaugen wahrscheinlich wieder neues Leben erwächst.
Bedenken Sie, dass im Herbst schon kalte Nächte auftreten können und eventuell Frost die Pflanze beschädigt. Außerdem sind im Herbst nicht immer alle vitalen Augen am Rosenzweig zu erkennen.

Was ist ein Rosenauge?

Ganz oft werden Sie diesen Begriff im Bezug auf das Schneiden von Rosen hören. Doch was heißt das? Vielleicht haben Sie sich erstmalig den Wunsch nach Kletterrosen erfüllt und kennen sich noch nicht so aus? Deshalb hier kurz erklärt:

Betrachten Sie den Stengel genau. Sie finden daran markante Stellen, die wie ein kleiner Mund mit Zunge oder eben ein Auge aussehen. An dieser Stelle kann die Rose neue Triebe bilden. Deshalb sollten Sie immer über dem Auge die Triebe entfernen, damit Ihre Pflanze sich weiter verzweigen kann. Am günstigsten sind Augen, die nach außen zeigen. Das ist auch logisch, weil sie Triebe nach außen bilden.

In 4 Schritten zum perfekten Rosentraum

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Das Wichtigste vorab: Als erfahrene Gartenbesitzerin wissen Sie das bestimmt, doch wir möchten es gern nochmal in Erinnerung rufen. Das Werkzeug muss scharf und sauber sein. Nach dem Winter hat die Heckenschere – noch besser eine spezielle Rosenschere – eventuell Rost angesetzt. Lieber nochmal kontrollieren! Arbeitet man im Garten mit stumpfen Geräten, werden die Pflanzen stärker verletzt, was sie schwächen kann.

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Und wenn Sie kranke Triebe schneiden, danach unbedingt Schere und Co. reinigen bzw. desinfizieren, um keine Keime auf gesunde Pflanzen zu übertragen!
Geschnitten wird immer leicht schräg vom Auge weg, um nicht zu viel Regenwasser in die Schnittstelle eintreten zu lassen.

In den Schritten 1 bis 3 erklären wir Ihnen das Auslichten der Pflanze. Im finalen Schritt geht es dann um den eigentlichen Rückschnitt. Diese Anleitung gilt für die mehrmals blühenden Rosen.

1. Quer wachsende Äste entfernen

Es gibt Äste, die aus der Reihe tanzen – sie wachsen nach innen oder krakeln quer. Raus damit! Schneiden Sie diese direkt am Boden ab, damit sie nicht mehr austreiben.

2. Schwache Äste entfernen

Vergleichen Sie die Äste Ihrer Kletterrosen miteinander: Besonders schwache, dünne Stengel müssen ebenfalls weichen. Diese schmalen Ästchen werden auch nur weitere schwache Verzweigungen und Blüten ausbilden. Ihre Blumen benötigen die Energie besser für die starken, üppig tragenden Äste.

3. Tote Äste entfernen

Zum Leben gehört auch das Vergehen. Auch bei Rosen. Deshalb findet man in jedem Frühjahr immer wieder abgestorbene oder sehr mickrige Stengel. Sie sind bräunlich verfärbt, treiben nicht mehr aus bzw. sind gar von Moos befallen. Auch hier lichten Sie mit der Gartenschere die Äste aus. Tote Äste sind Angriffspunkte für Schädlinge oder Krankheiten, also unbedingt entfernen.

4. Vorsichtiger Rückschnitt der Kletterrosen

Ihre Rose ist nun für den Rückschnitt vorbereitet, der bei den rankenden Exemplaren sparsamer ausgeführt wird als bei den aufrecht stehenden Rosen. Gekürzt werden nur zu dünne Triebe, um das Blütenwachstum anzuregen. Gut entwickelte Triebe biegt man zum Beispiel am Bogen seitlich, denn viele Kletterrosen lieben die Waagerechte. So blühen sie am allerbesten.

Für Rosenbogen oder Rankgitter: Ab wann müssen Sie den Schnitt ansetzen?

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Ihre Kletterrose darf sich ruhig erst einmal etwas strecken. Ob es nun an einem Rankgitter aus Holz oder Metall, einem verzinkten Rosenbogen oder einem Holzspalier ist. Das wirkt besonders romantisch und auch ein bißchen wild. Doch spätestens, wenn die Ranken etwa 2 Meter erreicht haben, ist es Zeit, sie zu erziehen… nämlich in Sachen Form.

Beginnen Sie damit, die Triebe waagerecht zu binden. Das bremst sie im Längenwuchs und sie bilden seitlich viele Blüten aus. Genauso wie man sich es für Kletterrosen wünscht.
Lassen Sie Ihren Rosenstrauch zu lange ungehindert wachsen, wird er im Alter an den unteren Ästen verkahlen. Gerade bei einem Rosenbogen sieht das unschön aus.

Ein guter Tipp, um eine möglichst große Blütenpracht zu erzeugen: Fächern Sie die Triebe vorsichtig auf, damit es nicht nur einen Hauptstrang mit wenig Flor gibt. Vielleicht haben Sie am Haus oder der Terrasse eine kleine Säule, die Sie umranken möchten? Das gelingt sehr gut mit Kletterrosen und es zieht ein märchenhafter Hauch von Dornröschen in Ihr Heim ein.

Darf ich Rosen auch im Herbst und Sommer schneiden?

Das kommt auf die Rosensorte an. Wie erwähnt, unterscheidet man einmal blühende Rosen und öfter austreibende Rosen. Einmal blühend sind vor allem Ramblerrosen, die besonders stark klettern und dadurch etwas Romantisches haben. Sie kennen das vielleicht von englischen Cottages. Beliebte Sorten sind Veilchenblau, Bobby James und Albertine.
Mögen Sie lieber die öfter blühenden Rosen, dann können wir Ihnen die Sorten Compassion, Naheglut und Golden Gate ans Gärtnerherz legen.
Letztere werden im Frühling wie oben beschrieben zurückgeschnitten. Im Sommer dürfen Sie unmittelbar nach der Blüte die verblühten Köpfchen über dem ersten Laubblatt und abgestorbene Äste entfernen. Das regt die königlichen Blumen dazu an, nochmals Blüten zu entwickeln und zum Beispiel die Pergola farbenreich zu zieren.
Einmal blühende Kletterrosen können direkt nach dem Verblühen im Sommer oder im zeitigen Herbst eingekürzt werden. Würde man dies nämlich im Frühjahr tun, nimmt man den Haupttrieben die Energie.

Ramblerrosen und Kletterrosen – der Unterschied

Beide lieben es, sich zu verranken und in die Höhe zu strecken. Die Blüten der Kletterrosen sind jedoch oft größer. Dafür biegen sich die Triebe der Rambler einfacher und sie verzaubert durch ihre zarten, luftigen Blüten. Zudem entwickelt diese Pflanze sehr hübsche Hagebutten.
Ramblerrosen werden bis zu 6 Meter hoch. Damit sind sie ideal, um sich zum Beispiel verspielt am Gartenhaus entlangzuhangeln oder in Bäume hineinzuwachsen.
Soll ein klassischer Rosenbogen aus Metall Ihren Garten verschönern, empfehlen wir die mehrfach und stark blühenden Kletterrosen.

Fazit zum Kletterrosen schneiden

Im Frühjahr, wenn die letzten Fröste vorbei sind und die Natur zum Leben erwacht, ist auch die Zeit für die Pflege der Kletterrosen. Achten Sie auf die Sorte in Ihrem Garten: Öfter blühende Rosen können nun geschnitten werden; einmal blühende Rosen werden unmittelbar nach der Blüte gekappt.
Arbeiten Sie mit scharfem Werkzeug, welches gut in der Hand liegt und trauen Sie sich ruhig an die Königin der Blumen. Mit unseren 4 Schritten zum Frühlingsschnitt der Kletterrosen kann nichts schief gehen. Selbstverständlich stehen wir Ihnen gern bei Fragen dazu zur Verfügung und beraten Sie auch in der Auswahl der passenden Rosen für Ihren Wohlfühl-Garten.

 

Beitragsbild: Flickr/©clarissa.vanamseln CC2.0

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Bellandris Mencke Gartencenter Wuppertal