Fliegen in der Blumenerde? Trauermücken bekämpfen!

29. Juli 2019
Geschrieben von: Mencke Gartencenter

Ihr kennt das Gefühl, eine neue Zimmerpflanze auf eure Fensterbank zu stellen: Freude über die neueste Errungenschaft und irgendwie auch ein bisschen pures Glück. Aber was tun, wenn der Neuling von Trauermücken befallen ist? Vielleicht waren bereits Larven in der Erde? Hier erfahrt ihr mehr zu dem Schädling und zur Bekämpfung.

Um Trauermücken dauerhaft loszuwerden, könnt ihr zu unterschiedlichen Methoden greifen. Was ist die Trauermücke für ein Schädling und wie wirkt sich ein Befall auf eure Pflanzen aus? Wie lässt sie sich außerdem dauerhaft bekämpfen?
In diesem Beitrag findet ihr hilfreiche Tipps.

Ein Urban Jungle im Wohnzimmer, frische Kräuter in der Küche - es gibt nichts Schöneres als frisches Grün in den eigenen vier Wänden. Doch was tun, wenn plötzlich überall kleine schwarze Fliegen auftauchen? Trauermücken wohnen gerne in feuchter Blumenerde und auch wenn sie harmlos sind: Sie können Euren Pflanzen schaden und ganz schön nerven! In diesem Beitrag verraten wir Euch, wie Ihr die lästigen Plagegeister los werdet.

Was sind Trauermücken?

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Trauermücken sind kleine schwarze Fliegen, die Fruchtfliegen zum Verwechseln ähnlich sehen. Wenn man sich nicht sicher ist, um welchen geflügelten Bewohner es sich handelt, sollte man zuerst die Quelle identifizieren:

Kommen die kleinen Fliegen aus der Obstschale und sind eher bräunlich gefärbt, handelt es sich um Fruchtfliegen. Kommen sie aus dem Blumentopf und sind schwarz gefärbt, handelt es sich um Trauermücken.

Ihrem Aussehen verdanken die Trauermücken ihren Namen: Sciaridae kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „beschattet“ oder „dunkel“. Und keine Angst: Auch wenn sie mit den klassischen Stechmücken verwandt sind – Trauermücken sind Veganer und saugen kein Blut. Sie sind für Mensch und Tier völlig harmlos.

Trotzdem möchte man sie nicht unbedingt als Mitbewohner haben, denn in der Wohnung können sie sehr lästig sein. Sie fliegen einem ins Gesicht oder ertrinken in der Teetasse. Sie verbreiten sich in allen Zimmerpflanzen, indem sie ihre Eier in die Blumenerde legen. Ihre Larven ernähren sich u.a. von den Feinwurzeln der Pflanzen und beeinträchtigen so deren Gesundheit und Wachstum. Alles gute Gründe, um sie loswerden zu wollen.

Wichtig für eine effektive Bekämpfung ist es deshalb nicht nur die erwachsenen Fliegen zu erwischen, sondern auch den Nachwuchs in der Blumenerde. Sonst hat man immer wieder neue Fliegen am Start. Im Folgenden verraten wir Euch, wie es geht!

Trauermücken bekämpfen: 5 effektive Tipps!

Tipp 1: Erde trocken halten

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Die erste Maßnahme besteht darin, die befallenen Pflanzen möglichst trocken zu halten. Denn Trauermücken haben ihren natürlichen Lebensraum in feuchten Wiesen. Eine feuchte bis nasse Erdoberfläche ist ideal für ihre Eiablage.

Ein Befall mit Trauermücken kann also auch ein Zeichen dafür sein, dass man zu viel gegossen hat. Vielleicht steht sogar Wasser unten im Topf? Staunässe schadet Euren Pflanzen und lässt die Wurzeln faulen.

Also weniger gießen und die Erde zwischen den Gießvorgängen gut abtrocknen lassen. Die meisten Zimmerpflanzen vertragen das gut. Ausnahmen sind z. B. Moorpflanzen wie fleischfressende Pflanzen, die ständig feucht stehen müssen. Informiert Euch gegebenenfalls vorher über die Ansprüche Eurer Pflanze.

Zusätzlich kann eine 5 mm dicke Sandschicht oder 10 mm Seramis bzw. Lechuza Pon auf die Erdoberfläche gestreut werden. Dies erschwert den schwarzen Fliegen die Eiablage.

Tipp 2: Gießmittel auf Neem-Basis – Schnelle Wirksamkeit

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Ein sehr wirksames Gießmittel mit natürlichem Wirkstoff aus den Samen des Neem-Baumes bekämpft die Larven im Boden zuverlässig. Bitte beachtet die Packungsbeilage.

Die Larven stellen fast sofort das Fressen ein und sterben innerhalb weniger Tage ab. Das Mittel ist sehr ergiebig und kann auch für einen späteren Befall aufbewahrt werden.

Nachteil: Es tötet auch nützliche Mikroorganismen in der Blumenerde ab. Wer nachhaltiger arbeiten möchte, greift besser zu Nematoden.

Tipp 3: Nematoden gegen Trauermücken – Öko? Logisch!

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Nematoden sind mikroskopisch kleine Würmer, die die Larven der Trauermücken sehr effektiv vernichten.

Bei uns im Gartencenter erwerbt Ihr sie über eine Bestellkarte. Die lebenden Organismen werden direkt zu Euch nach Hause geschickt. Das Pulver wird ins Gießwasser gegeben und wirkt unbemerkt im Blumentopf.

Wichtig: Während der Behandlung darf die Erde nicht austrocknen, da die Nematoden Feuchtigkeit benötigen.

Tipp 4: Fleischfressende Pflanzen oder Gelbsticker

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Gelbsticker helfen dabei, die erwachsenen Fliegen abzufangen und einen Befall sichtbar zu machen. Sie werden einfach in die Erde gesteckt.

Alternativ können fleischfressende Pflanzen wie Fettkraut oder Sonnentau eingesetzt werden. Sie sind dekorativ und fangen die Fliegen mit ihren klebrigen Blättern.

Fazit: So könnt Ihr Trauermücken dauerhaft bekämpfen

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Ein schwacher Befall lässt sich oft mit einfachen Maßnahmen wie dem Trocknen der Erde eindämmen. Bei stärkerem Befall helfen Neem-Produkte oder Nematoden zuverlässig.

Gelbsticker oder fleischfressende Pflanzen eignen sich als begleitende Maßnahme und zur Nachkontrolle.

Alle hier beschriebenen Mittel sind bei uns im Gartencenter Mencke erhältlich. Wir beraten Euch gerne vor Ort zur Anwendung.

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