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Frauenschuh-Orchideen zum Blühen bringen – Das Geheimnis ihrer Pflege

Für viele Orchideen-Fans ist der Frauenschuh die Königsklasse und die faszinierendsten aller Orchideen. Diese Orchidee, auch Venusschuh genannt, umfasst die Gattungen Cypripedium, Phragmipedium, Selenipedium und Mexipedium, sowie den Star unseres Beitrags: Das Paphiopedilum. 

Viele, die von Frauenschuh-Orchideen reden, beziehen sich streng genommen nur auf die Gattung Paphiopedilum, da sie unter den Zimmerpflanzen die beliebteste ist.

Wie Sie diese exotische Schönheit pflegen, vermehren und vor allem zum Blühen bringen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Angeberwissen über den Venusschuh

Mythologie und Faszination

Ihre geheimnisvollen, fast schon bizarren Blüten machen diese Orchidee zu etwas ganz Besonderem. Das spiegelt sich auch in ihrem im Namen wider: Der botanische Name Paphiopedilum setzt sich zusammen aus “Paphia” für die Göttin Aphrodite und dem griechischen Wort “pedilon”, was so viel wie Pantoffel oder Sandale bedeutet.

Sie trägt ihren wissenschaftlichen Namen also zu Ehren von Aphrodite/Venus, der aus Meeresschaum geborenen Göttin der Schönheit und sinnlichen Begierde. So bezaubernd wie die Venus, so hinreißend schön sind auch die Blüten der Paphiopedilum-Orchideen.

Blüten Frauenschuh

Herkunft und Züchtungen

Abgesehen von unserer Benennung nach griechisch, römischer Mythologie hat die Gattung Paphiopedilum jedoch herzlich wenig mit Europa zu tun. Denn diese Gattung stammt ursprünglich Nepal, Indien, dem südlichen China, den Philippinen, Malaysia, Borneo, Sumatra und Neuguinea. Es handelt sich also um tropische süd-ost-asiatische Frauenschuhgewächse. Eine der ersten Arten die 1860 nach Europa gebracht wurde war Paphiopedilum fairrieanum, sie galt als Juwel aus dem fernen Osten.

Hybriden und Naturformen

Die meisten im Handel angebotenen Pflanzen sind übrigens Hybriden, d. h. Kreuzungen, die speziell für die Kultur auf der Fensterbank gezüchtet wurden. Diese sind meist wüchsiger und blühfreudiger als ihre Eltern, die Naturformen. Bei uns im Gartencenter achten wir auf eine Auswahl, die möglichst robust ist.

Die Blüten des Paphiopedilums

Blüten wie der Pantoffel der Venus

Den Namen Frauenschuh oder auch Venusschuh verdankt diese Orchidee ihrer Blütenlippe, die an das Aussehen eines offenen Schuhs erinnert.

Mit diesem „Schuh” lockt die Orchidee Insekten an, um die Bestäubung der Blüte zu gewährleisten. Trügerisch: Dabei verführt die Pflanze mit ihrem imposanten Aussehen oder Duftstoffen Insekten wie z. B. Schwebfliegen, die wie berauscht die Blüte umschwärmen. Tatsächlich gibt es aber nichts zu holen, denn der Frauenschuh produziert keinen Nektar. Auf der vergeblichen Suche nach der süßen Leckerei fallen die Insekten in den Schuh und müssen an den Pollen vorbei herausklettern.

Abgesehen von dieser Gemeinsamkeit unterscheiden sich die Blüten verschiedener Sorten in ihrer Größe, Form und Farbe. Die Blüten des Paphiopedilum bilden sich an einem Blütenschaft, der mittig aus den Blättern entspringt. Die Blütezeit dauert 8 bis 14 Wochen und liegt meist zwischen Oktober und Februar. 

Mein Paphiopedilum blüht nicht, was tun?

Es kann verschiedene Gründe haben, weswegen Ihre Pflanze nicht blüht:

  1. Fehler beim Umtopfen – Sie haben die Pflanze vor Kurzem umgetopft oder geteilt und dabei die Wurzeln verletzt. Das hat ihr Frauenschuh vermutlich persönlich genommen. Solange Sie ein geeignetes Substrat verwendet haben, sollten Sie sich in Geduld üben und normal weiter pflegen.
  2. Nährstoffmangel oder zu lange nicht Umgetopft – Sie haben die Pflanze schon sehr lange nicht umgetopft. Es mangelt ihr an Nährstoffen und Luft an den Wurzeln. Das Substrat ist zu dicht geworden. Beachten Sie in diesem Fall unsere Tipps zum Umtopfen weiter unten im Beitrag.
  3. Ruhephase und Temperaturabsenkung nicht eingehalten – Bildet ihr grünlaubiger Frauenschuh (siehe Abschnitt Pflegegruppe 2) trotz guter Pflege neue Triebe aber keine Blüte aus, sollten Sie ihn versuchen ihn im Winter einmal kühler zu stellen, um die Blütenbildung zu fördern.
  4. Zu viel Sonne – Eventuell steht ihr Frauenschuh zu sonnig. Achten Sie vor allem bei grünlaubigen Arten darauf, dass diese nicht zu hell stehen und vermeiden Sie in jedem Fall direkte Sonne.
  5. Kalkmangel – Einige Sorten wachsen in kalkhaltigen Böden und leichte Kalkzugaben, z. B. in Form von Muschelkalk oder kalkhaltigen Düngern können die Blütenbildung fördern.

Paphiopedilum pflegen – so wird’s gemacht!

Leider gibt es keine allgemeingültige Pflegeanleitung. Es gibt kaum eine andere Orchideengattung, in der es so viele unterschiedliche Ansprüche gibt.

Die gute Nachricht: Wenn man erst mal weiß, woran man ist, ist die Pflege bei den meisten Sorten gar nicht so schwer. Erfragen Sie deshalb am besten direkt beim Kauf, wie Ihr Frauenschuh zu pflegen ist. Später ist dies aufgrund der Vielzahl an Hybriden (Kreuzungen) nicht mehr so einfach zu sagen. Am ehesten lässt sich die Pflege nachträglich anhand der folgenden Pflegegruppen bestimmen. Bitte beachten Sie, dass diese Einteilung durch unterschiedliche Kreuzungen auch mal dazwischen liegen kann oder abweicht. 

Wir teilen Paphiopedilum grob in zwei Pflegegruppen ein. Anhand äußerer Merkmale kann man bestimmen in welche der Pflegegruppen die Pflanze mit hoher Wahrscheinlichkeit fällt:

Pflegegruppe 1 “warm”: Gefleckte Blätter und/oder mehrblütig

Pflege buntlaubig warm

Die erste Gruppe, die man meist an geflecktem Laub erkennt, mag es durchgängig warm. Aber auch grünlaubige Pflanzen, die mehrere Blüten an einem Blütenstängel ausbilden, fallen in diese Pflegegruppe und sollten ganzjährig auf der Fensterbank kultiviert werden.

Hierzu gehören z. B. auch Sigmatopetalum Hybriden und die Untergattung Cochopetalum oder Brachypetalum.

Temperatur 

Durchgängig warm, das heißt 18-22 °C und nachts 15-19 °C. Im Winter darf es minimal kühler sein und die Pflanzen können für zwei Monate etwas trockener gehalten werden. Diese Gruppe ähnelt damit in ihren Temperaturansprüchen den Phalaenopsis-Orchideen.

Standort

Hell bis Halbschattig. Ideal sind Ost oder Westfenster. Die grünlaubigen Vertreter dürfen schattiger stehen.

Pflegegruppe 2 “warm-temperiert”: Grünlaubig mit festen Blättern und einblütig

Pflege grünlaubig warm temperiert

Einblütig meint in diesem Fall, dass maximal eine Blüte pro Blütenstängel ausgebildet wird. Diese Arten können zwar aus mehreren Trieben gleichzeitig blühen und so mehrere Blüten aufweisen, doch es befindet sich immer nur eine Blüte an jedem Stängel.

Diese rein grünlaubigen Arten mit festen, glatten Blättern mögen es zwar warm, sie benötigen aber im Winter nachts eine Temperaturabsenkung, wenn ihre Wachstumsperiode abgeschlossen ist. Nur so können sie in der neuen Vegetationsphase wieder Blüten ausbilden. 

Hierzu gehören vor allem die großblütigen amerikanischen Hybriden (siehe Foto oben li, die relativ häufig im Handel zu finden sind).

Temperatur 

Im Sommer darf es zwischen 20 und 22 °C warm sein. Im Winter (zwei Monate kühler stellen reicht in der Regel aus) mögen diese Orchideen tagsüber Temperaturen von 20 bis 23 °C, nachts werden 13  bis 16 °C bevorzugt. Ihnen ist eine deutliche Temperaturabsenkung wichtig, da sie ansonsten nur schwer Blüten ansetzen. Ideal ist in dieser Ruhezeit ein nur schwach beheizter Flur oder Wintergarten.

Standort

Was den Standort betrifft, mögen sie es lieber halbschattig bis schattig und fühlen sich auch am West-, Ost- oder Nordfenster sehr wohl. Auch sie mögen keine direkte Sonneneinstrahlung. Im Sommer darf diese Pflegegruppe von Juni bis August draußen stehen. Das fördert die Blütenbildung. Wichtig ist nur ein Schutz vor Schnecken und ein schattiger Standort.

Welchen Standort bevorzugt Paphiopedilum?

Standort Fensterbank paphiopedilum

Der Venusschuh bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Pralle Mittagssonne verträgt diese Orchidee nicht, Arten mit geflecktem Laub können jedoch auch gut an helleren West- oder Ostfenstern stehen, da sie einige Stunden Morgen- oder Abendsonne vertragen.

Paphiopedilum gießen – worauf Sie achten sollten

Zum Gießen des Frauenschuhs sollte ausschließlich zimmerwarmes Wasser genutzt werden. Ideal geeignet ist sauberes, gefiltertes Regenwasser. Der Frauenschuh verträgt aber auch Leitungswasser, da er im Vergleich zu anderen Orchideen mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden darf.

Während der Hauptwachstumszeit muss Paphiopedilum gleichmäßig gewässert werden (1-2 x pro Woche). Das bedeutet, dass das Substrat konstant feucht gehalten werden sollte, wobei es Staunässe unbedingt zu vermeiden gilt. Das Substrat darf während dieser Phase niemals komplett durchtrocknen.

Außerdem sollte man aufpassen, dass kein Wasser in die Blattachseln oder gar ins Herz der Pflanze läuft.

Generell sollten die Wassergaben dem Wachstumsrhythmus und der Temperatur angepasst werden. Im Winter sollten die Wassergaben gesenkt werden und der Frauenschuh darf nur mäßig feucht gehalten werden. Das Düngen sollten Sie in dieser Phase ebenfalls aussetzen.

Überschüssiges Wasser, das sich im Untersetzer sammelt, sollte spätestens nach fünf Minuten abgegossen werden.

Paphiopedilum überwintern – Darauf müssen Sie achten

Beim Überwintern des Frauenschuhs kommen die unterschiedlichen Pflegegruppen (s. o.)  zum Tragen.

Der temperierter zu pflegende Frauenschuh (Pflegegruppe 2) erfordert zwischen November und Februar am Tag zwischen 20 bis 23 °C und nachts zwischen 13  bis 16 °C. Hierfür eignet sich z. B. ein Wintergarten oder ein frostfreier Flur.

Alle anderen Frauenschuharten (Pflegegruppe 1) können ganz normal in bewohnten Räumen stehen, solange diese nicht stark überheizt sind. Sie sollten im Winter etwas trockener gehalten werden.

Welche Luftfeuchtigkeit braucht der Frauenschuh?

einsprühen und Luftfeuchtigkeit

Wie jede Orchidee aus den Tropen liebt auch der Frauenschuh eine hohe Luftfeuchtigkeit, im Idealfall 70-80%. Um diese zu erhöhen, kann der Venusschuh ganzjährig auf Kieselsteinen in einer mit Wasser gefüllten Schalen stehen – ohne Staunässe, aber mit verdunstender Feuchtigkeit von unten. In unserer Boutique finden Sie sehr schöne Dekokiesel und Ziersteine, die sich dafür hervorragend eignen.

Ein guter Platz ist auch das Badezimmer, wo ohnehin eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.

Alternativ kann man die Pflanze, wenn die Temperaturen 22 °C übersteigen oder sie trockener Heizungsluft ausgesetzt ist, einmal täglich mit entmineralisiertem, zimmerwarmen Wasser übersprühen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die kein Wasser in die Blattachseln läuft, indem vor allem die Erde besprüht wird und die Blätter maximal mit einem feinen Sprühnebel benetzt werden.

Wie vermehrt man Paphiopedilum?

Frauenschuh vermehren

Der Venusschuh kann geteilt werden, sobald mehr als 6 Vegetationspunkte beziehungsweise Teilpflanzen ausgebildet sind. Empfehlenswert ist das allerdings nicht immer, weil die Pflanze eine Teilung in der Regel übel nimmt und mindestens 2 Jahre benötigt, um sich wieder zu erholen und neue Blüten zu bilden. Wenn Sie also eine zweite Pflanze haben möchten, holen Sie lieber ein neues Exemplar, z. B. bei uns im Gartencenter.

Alternativ warten Sie bis zum Ende der Blütezeit bis Sie das Substrat von den Wurzeln schütteln und abgestorbene Wurzelteile entfernen. Große Pflanzen fallen beim Umtopfen manchmal von selbst auseinander und zeigen, dass sie geteilt werden können. Bei Frauenschuhen raten wir dazu, auf den Einsatz einer Schere wenn möglich zu verzichten.

Jedes neue Teilstück sollte mindestens einen guten alten Trieb, einen kräftigen Neutrieb und eine eigene Wurzel haben. Nur wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, kann man die einzelnen Stücke separat weiterkultivieren.

Die so neu entstandenen Pflanzen können Sie nun in kleine Töpfe pflanzen und einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. Die nächsten drei Wochen sollten Sie die Pflanzen täglich übersprühen und auf andere Wassergaben verzichten. Es gibt jedoch keine Garantie, dass die Teilstücke auch sicher anwachsen.

Frauenschuh-Orchidee umtopfen

Welches Substrat eignet sich für Frauenschuh-Orchideen?

Frauenschuh-Orchideen brauchen weder normale Orchideenerde, da diese zu grob ist und schnell austrocknet, noch handelsübliche Zimmerpflanzenerde, da diese zu wenig Luftzirkulation zulässt. Als terrestrische Orchidee benötigen sie ein etwas feineres Orchideensubstrat und eine gute Drainage im Topfboden.

Welchen Topf wähle ich für die Frauenschuh-Orchidee?

Im Gegensatz zu ihren epiphytischen Verwandten sollte es auch kein durchsichtiger Plastiktopf sein. Besser ist ein durchgefärbter Containertopf – also ein Plastiktopf, der unten einen erhöhten Boden hat und bei dem der Rand oben nach außen umgebogen ist. Die Container sind wesentlich besser geeignet als flache Kunststofftöpfe, da der hochgezogene Boden eine Luftzirkulation ermöglicht.

Wann und wie topft man einen Frauenschuh um?

Paphiopedilum sollte nur alle 3 Jahre umgetopft werden, da diese Gattung eher empfindlich auf ein Umtopfen reagiert und gleichzeitig ganz gut mit älterem Substrat klar kommt. Warten Sie bis zum Ende der Blütezeit, bevor Sie Ihren Venusschuh umtopfen. Topfen Sie immer in der Wachstumszeit nicht im Winter um – ideal ist das Frühjahr.  WICHTIG: Frauenschuhe sind sehr empfindlich an ihren “Füßen”. Wer hätte es gedacht, wo sie doch eigentlich Schuhe tragen ;D
Aber Spaß beiseite: Gehen Sie beim Umtopfen bitte einfach behutsam vor:

  1. Gießen Sie ihre Pflanze einen Tag vorher, so ist die Pflanze gut versorgt. Außerdem sind die Wurzeln elastischer und brechen nicht so schnell.
  2. Zunächst den Topf kneten, um die Wurzeln zu lösen. Zerschneiden Sie im Zweifelsfall den alten Topf, um die Pflanze so vorsichtig wie möglich aus dem Topf zu lösen.
  3. Das alte Substrat kann durch Schütteln oder Abklopfen entfernt werden. Zusammengewachsene Wurzeln sollten nicht auseinandergezogen werden. Auch festgewachsenen Rindenstückchen vom Substrat einfach an den Wurzeln lassen. Wenn möglich vorsichtig von unten versuchen die alte Erde aus der Mitte des Wurzelballens zu entfernen.
  4. Tote und kranke Wurzeln sollten mit einer sauberen und scharfen Schere abgeschnitten werden. Man kann die Schere im Vorfeld mit einem Feuerzeug abflämmen, um die Übertragung von Pflanzenkrankheiten zu vermeiden. Bei diesen Wurzelsenibelchen gilt: Lieber eine alte Wurzel zu viel drangelassen als eine junge zu viel abgeschnitten.
  5. Alte, vertrocknete Blattreste entfernen. Alte Blätter hinterlassen an der Basis holzig braun gewordene Überreste. Diese gilt es zu entfernen, damit sich die frischen Wurzeln besser entwickeln können.
  6. Wundstellen der Wurzeln antrocknen lassen. Sie können die Schnittstellen mit Holzkohle oder Aktivkohle behandeln. Das ist nicht verkehrt, aber wenn man den Frauenschuh 1-2 Stunden trocken liegen lässt, schließen sich die Wundstellen von alleine.
  7. Pflanze vorsichtig in den neuen Topf einsetzen. Dabei die Wurzeln vorsichtig in den neuen Topf “drehen”, um möglichst wenig Wurzeln zu brechen. Beim Umtopfen muss außerdem dringend darauf geachtet werden, dass die Basis der Blätter sich auf der gleichen Ebene wie die Erdoberfläche befindet, da bei zu tiefem Einpflanzen leicht Fäulnis entsteht. Gleichzeitig sollten keine Wurzeln über der Erde liegen.
  8. Neue Erde einfüllen. Füllen Sie die feinkörnige Orchideenerde ein, indem Sie die Wurzeln vorsichtig auseinander biegen, damit das frische Substrat dazwischen rieseln kann. Durch Rütteln und Schütteln sorgen Sie dafür, dass die feine Orchideenerde in die Zwischenräume rutscht. Füllen Sie nach, bis alle Hohlräume gefüllt und alle Wurzeln bedeckt sind.

Paphiopedilum düngen – Das gilt es zu beachten

düngen für schöne Blüten

Die Frauenschuh-Orchidee hat wie jede Orchidee einen mäßigen bis geringen Nährstoffverbrauch, daher sollten Sie sich beim Düngen eher zurückhalten oder am besten einen guten Orchideendünger verwenden, der wie auf der Verpackung empfohlen dosiert werden darf.

Im Winter sollten Sie mit dem Dünger sparsamer umgehen und maximal 1 im Monat düngen.

Schädlinge und Probleme – wofür ist Paphiopedilum besonders anfällig?

Wurzelfäule

Das wohl häufigste Problem bei Venusschuh Orchideen ist Staunässe, die sehr schnell zu Wurzelfäule führt, jedoch ist Paphiopedilum auch vor Schädlingen nicht sicher. Hier gilt es vor allem auf Spinnmilben und Schmier- sowie Wollläuse zu achten.

Sehr dunkelgrüne Blätter, die abknicken

Ihr Frauenschuh steht zu dunkel. Stellen Sie ihn an einen etwas helleren Ort.

Kaum Wachstum und schrumpelige, ledrig, weiche Blätter, die abknicken

Höchstwahrscheinlich gießen Sie zu wenig. Alternativ kann auch das genaue Gegenteil der Fall sein: Sie haben zu viel gegossen und dabei Wasser unten im Topf stehen lassen, das führt zur Wurzelfäule und die Pflanze verdurstet, weil sie kein Wasser mehr aufnehmen kann.

Blüten knicken ab

Auch ein häufiges Problem sind sich neigende Blütenknospen. Dieses Problem können Sie jedoch leicht durch Abstützen mit einem Stab lösen. Abgesehen davon kann zu viel Feuchtigkeit dazu führen, dass gebildete Blütenansätze stagnieren und nicht aufblühen. In diesem Fall sollten Sie die Wassergaben reduzieren.

Flecken auf den Blättern

Entweder haben Sie es mit eine Pilzbefall zutun. Dieser entsteht z. B. wenn Sprühwasser in die Blattachseln oder das Herz der Pflanze gelaufen ist. Lassen Sie sich bei uns vor Ort beraten, welches Mittel Sie am besten zur Bekämpfung verwenden. Bringen Sie am besten Fotos von der betroffenen Pflanze mit.

Wahrscheinlicher ist jedoch, das Ihre Pflanze zu sonnig steht und Verbrennungen auf den Blättern zeigt. Gerade bei grünlaubigen Arten ist direkte Sonne immer ein Problem. Stellen Sie Ihre Pflanze schattiger!

Paphiopedilum kaufen – welche Arten können wir empfehlen?

Arten Frauenschuh

Sie haben Interesse an Paphiopedilum und wünschen sich eins für Ihr Fensterbrett? Wir haben eine kleine Auflistung unterschiedlicher Arten für Sie vorbereitet:

Klassische mehrfarbige Arten,
die sehr häufig im Handel vertreten sind:

  • Paphiopedilum pinocchio
  • Amerikanische Hybriden
    wie z.B.  paphiopedilum winston churchill
    oder paphiopedilum great pacific
  • Paphiopedilum key lime

gelber Frauenschuh

  • Paphiopedilum pedros moon
  • Paphiopedilum anja
  • Paphiopedilum armeniacum

rosa Frauenschuh

  • Paphiopedilum delaina
  • Paphiopedilum ho chi minh

dunkel roter Frauenschuh

  • Paphiopedilum pacific magic
  • Paphiopedilum maudiae

weißer Frauenschuh

  • Paphiopedilum white lady
  • Paphiopedilum armeni white

Fazit

Der Frauenschuh ist die Königsklasse und keine absolute Anfängerpflanze. Wenn Sie jedoch ein Orchideenliebhaber sind, lohnt sich der Aufwand allemal. Gerade unter den Hybriden gibt es einige Exemplare, die so robust sind, dass sie vieles Verzeihen und auch über Pflegefehler großzügig hinwegsehen.

Bild Luftfeuchtigkeit © Frauke Heßler Mencke Gartencenter,
Pflegegruppe1 2x © Shutterstock, 1x  pinoccio Bild © suju-foto auf Pixabay, 1 x bunte Blätter © Jürgen Köditz auf Pixabay
Pflegegruppe2 2x © Shutterstock, 1x Typisch amerikanische Hybride © Carl Fischer auf Pixabay, 1x pinker Frauenschuh © Bernswaelz auf Pixabay
Titelbild und die restlichen Inhaltsbilder © Shutterstock