Der Kräutergarten im Hochbeet – eine Idee für Euren Balkon oder die Terrasse

Sich selbst mit leckeren Zutaten zu versorgen ist nicht erst seit Corona voll im Trend! Die Idee der Selbstversorgung im kleinen Rahmen macht Sinn, immerhin hat man so frische, regionale und biologisch angebaute Kräuter und Salate in direkter Küchennähe zur Hand. Das ist gesund, ökologisch sinnvoll und praktisch.

Ein Kräutergarten im Hochbeet, geht das?

Klar! Einen Kräutergarten in einem Hochbeet anzulegen hat sogar Vorteile: Zum einen hat man eine bequeme Höhe zum Arbeiten und Ernten, zum anderen sind die Kräuter besser geschützt vor Schneckenfraß. Außerdem lassen sich kleinere Hochbeete hervorragend auf dem Balkon oder der Terrasse in Wohnungsnähe platzieren und bieten Euch so einen schnellen Zugriff auf frische Kräuter, wenn Ihr gerade welche in der Küche benötigt. Wie es geht seht Ihr hier in unserem Video.

Es gibt viele verschiedene Kräuter und Salat-Sorten bei uns im Gartencenter Mencke in Wuppertal/Sprockhövel von verschiedenen Gärtnereien und Lieferanten. Aber egal, wo Ihr Eure Kräuter holt: Achtet beim Kauf am besten auf Bioqualität. So kann direkt von der Pflanze genascht und geerntet werden. Hier haben wir z. B. die Marke LA’Bio! im Sortiment. Diese Kräuter sind nicht nur Bio, sondern stammen auch direkt aus der Region und sind optimal an unsere Wetterverhältnisse angepasst, zudem bietet LA’Bio! neben Kräuterklassikern auch spannende Kräutergeheimtipps im Sortiment, von denen wir Euch in diesem Beitrag ein paar vorstellen möchten.

Welche Gartenkräuter eigenen sich besonders für Balkon oder Terrasse?

Im Prinzip eigenen sich die meisten Gartenkräuter auch für den Balkon oder die Terrasse, denn die meisten sind auch für Hochbeet, Kübel oder Pflanzgefäße geeignet. Entscheidend sind die Lichtverhältnisse bei der Kräuter oder Gemüseauswahl. Unsere Kräuterexpertin Kirsten hat für Euch zwei Hochbeet-Varianten für unterschiedliche Standorte zusammengestellt:

Variante 1 – Sonniger Standort

Diese Pflanzen kommen mit wenig Wasser aus, brauchen aber viel Sonne. In unserer Pflanzliste findet ihr bekannte mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin. Aber unsere „Kräuterhexe“ Kirsten hat Euch auch ein paar Besonderheiten zusammengestellt, die für Abwechslung auf dem Teller sorgen. Diese stellen wir Euch im Folgenden als Pflanzenporträts vor.

Unser Profi-Tipp: Das mediterrane Hochbeet mit Steinen dekorieren. Das sieht nicht nur schön aus, sondern hat auch einen praktischen Nutzen. Denn die Steine speichern die Wärme der Sonne und geben sie an die Pflanzen ab.
sonniger Standort Hochbeet

Pflanzliste:

  • Salbei
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Knoblauch-Gras
  • Jamaika-Thymian
  • Zitronen-Gras

Knoblauch-Gras Tulbaghia violacea

Diese dekorative Pflanze auch Zimmerknoblauch oder Südseeknoblauch genannt, hat die Anmutung eines Ziergrases und überrascht mit einer exotisch schönen Blüte. Alles ist essbar – Blätter wie auch Blüten.

Das Grün wird ähnlich wie Schnittlauch geschnitten und verwendet. Geschmacklich verrät der Name natürlich schon, in welche Richtung es geht: Knoblauch-Aroma. Der absolute Vorteil gegenüber herkömmlichen Knoblauch ist der Punkt mit dem Mundgeruch, denn der bleibt beim Knoblauch-Gras aus. Verwendet werden kann dieses Kraut, wo immer man auch Bärlauch, Schnittlauch oder Knoblauch einsetzen würde. Es passt z. B. besonders gut zu Pesto, Kräuterquark, Kräuterbutter oder Kräutersalz.

Jamaika-Thymian Coleus amboinicus v. variegatus

Jamaika-Thymian ist botanisch gesehen kein echter Thymian. Bereits in der Blattform kann man erkennen, dass diese Pflanze ganz anders aussieht als ihr feinblättriger Namensgeber. Der Name rührt stattdessen vom Aroma her, denn er schmeckt nach mediterraner Mittelmeer-Küche. Die weiß-grünen, dekorativen Blätter eignen sich dementsprechend hervorragend für Dips und Marinaden, Gemüse-, Fleisch- oder Fischgerichte. Jamaika-Thymian wächst sehr üppig und hat einen sehr intensiven Geschmack: zum Würzen braucht man nur sehr wenig.

Zitronengras Cymbopogon citratus

In der asiatischen Küche darf Zitronengras nicht fehlen. Es verleiht Gerichten eine exotische und zitronige Note. Egal ob thailändischen Curry, Gemüse-, Fisch-, Fleisch- oder Reisgerichte: Zitronengras sorgt für fruchtige Exotik. Auch Süßspeisen und Limonaden können mit diesem Kraut verfeinert werden.

Variante 2 – heller, halbschattiger Standort

Die hier vorgestellten Pflanzen brauchen zwar auch Licht, aber keine direkte Sonne. Kirsten hat hier für Euch eine Zusammenstellung spannender Küchenkräuter gewählt, die nicht jeder kennt. Wir stellen Euch deshalb im Folgenden die einzelnen Pflanzen vor.

  • Japanische Petersilie
  • Tiger-Senf
  • Strauch-Basilikum
  • Herzblatt-Salat
  • Pak Choi

Japanische Petersilie Cryptotaenia japonica f. viridis

Die Japanische Petersilie ist geschmacklich etwas anders als die normale Petersilie. Das wundert nicht, denn die zwei sehen sich zwar ähnlich sind aber nicht direkt verwandt. Die Japanische Petersilie bringt neben dem bekannten Petersiliengeschmack noch einen Hauch von Schnittsellerie mit sich, was aber für unser Empfinden kein Manko, sondern ein Pluspunkt ist.

Wer schon einmal versucht hat, echte Petersilie im Garten oder auf dem Balkon anzubauen weiß, dass Petersilie gar nicht so einfach zu kultivieren ist. Schnell werden die Blätter welk oder gelb. Hier kommt die japanische Petersilie ins Spiel, denn sie wüchsiger und anspruchsloser. Man kann also mit weniger Pflege mehr ernten. Das hört sich nach einem guten Deal an, oder? Einen Haken gibt es nicht, denn verwenden kann man sie ähnlich: z. B. für Kartoffeln, Fisch (Sushi!), oder Suppen.

Tiger Senf Brassica juncea

Diese asiatischen Blattsenfsorten sind nicht nur super lecker, sondern auch super schön. Ihre Blätter haben einen dekorativen Charakter und verleihen jedem Kräuterbeet einen besonderen Charme. Ein weiterer Pluspunkt: Sie sind robust und einfach in der Pflege.

Tiger-Senf schmeckt besonders gut in Salaten und hat einen pikanten Geschmack. Er eignet sich für Burger als Salatbeilage, schmeckt aber auch gedünstet im Wok ganz ausgezeichnet.

Strauchbasilikum Ocimum x hybrida

Hierbei handelt es sich um eine robuste Variante des Basilikums, die strauchförmig wächst und für draußen geeignet ist. Strauchbasilikum kann im Sommer problemlos im Beet oder im Kübel zu kultiviert werden und ist besonders üppig in der Ernte. Zudem entwickelt es wunderschöne, filigrane und bienenfreundliche Blütendolden.

Geschmacklich erkennt man die Verwandtschaft zum Küchenbasilikum gut, obwohl Strauchbasilikum eine eigene Note hat. Es schmeckt ebenfalls sehr aromatisch würzig und hat dabei eine leicht pfeffrigen Note. Strauchbasilikum lässt sich genau wie normales Basilikum in der Küche verwenden z. B. in der Tomatensoße, auf der Mozzarella-Platte und in Salaten!

Herzblattsalat Aptenia cordifolia

Herzblatt-Salat ist saftig und schmeckt auch lecker angedünstet in Wok-Gerichten und zu Gemüse. Bei uns ist er eher unbekannt, in Frankreich dagegen wird er als Salat-Delikatesse sehr geschätzt. Den Franzosen macht halt keiner in der Küche etwas vor! Seine niedlichen, pinken Blüten sind essbar. Er eignet sich außerdem hervorragend für Smoothies und Kräuterdips.

Pak Choi Brassica rapa ssp. chinensis

Pak Choi ist super gesund, leicht verdaulich und einfach nur lecker. Er kann je nach Belieben roh oder gekocht verzehrt werden. Durch sein mild-würziges Aroma lässt er sich in zahlreichen Gerichten kombinieren. Er passt z. B. zu Fisch, Fleisch, Smoothies und Salaten. Für Salate verwendet Ihr die jungen Blätter. Die älteren Blätter lassen sich ähnlich wie Mangold garen.

Pflanzanleitung Kräuter Hochbeet

Hochbeet bepflanzen Balkon

Zum Pflanzen braucht Ihr:

  • Kräuterhochbeet
  • Kräuter nach Wahl
  • Blähton als Drainage
  • gute Kräuter- und Gemüseerde

1. Wasserablauf im Hochbeet sicherstellen: Ggf. Folienauskleidung vorher einschneiden.

2. Blähton als Drainage einfüllen, damit die Erde nicht durchnässt und schimmelt.

3. Eine gute Kräutererde einfüllen. Diese ist in der Regel bereits vorgedüngt, sodass Ihr in den ersten Wochen nicht zusätzlich düngen müsst.

4. Die Pflanzen vorsichtig austopfen, in die Erde einsetzen und anschließend direkt angießen.

5. Wenn alles eingepflanzt ist, dann sollten die Pflanzen etwas Zeit zum Anwachsen bekommen.

6. Wir wünschen guten Appetit! Bei der Ernte ist zu beachten, dass blattweise geerntet wird und immer etwas stehen bleibt, damit die Pflanze gut weiter wachsen kann.

Bei uns im Gartencenter Mencke findet Ihr eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Pflanzen. Wir beraten Euch gern vor Ort. Außerdem sind viele unserer Kräuter, Salate und Gemüsesorten Bio – das ermöglicht direkten Genuss nach dem Ernten! Kommt einfach bei uns vorbei und lasst Euch inspirieren!