kräutergarten in der küche

Kräutergarten in der Küche? Unbedingt!

Was wäre die Pizza ohne Oregano oder klassische Pesto ohne Basilikum? Mit Kräutern in der Küche lässt sich jedes Gericht aufpeppen. Manch ein Menü wird erst durch die Zugabe frischer Kräuter zum absoluten Hit. Welche Kräuter im Kräutergarten in der Küche auf gar keinen Fall fehlen dürfen und was zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Nicht jedes Kraut ist für den Garten geeignet, dafür umso mehr für die Küche! Was ist wichtig beim Anbau, der Ernte und der Pflege des eigenen Kräutergartens in der Küche?

Küchenkräuter pflanzen? Ja! Aber welche?

Ob würzig, herb oder mediterran – Küchenkräuter haben vieles zu bieten für die Geschmacksknospen. Hier eine Übersicht der zehn gängigsten Kräuter für Küche und Balkon:

Basilikum

Wer mediterran kocht, dem darf Basilikum im Haushalt nicht fehlen! Seine prächtigen Blätter sind außerdem auch optisch ein Hingucker im Kräutergarten in der Küche.

Der Basilikum mag es gerne sonnig, er verzeiht aber in der Regel auch einen halbschattigen Standort. In den warmen Monaten können Sie ihn ruhig auch auf den Balkon stellen. Wichtig ist, dass Sie ihn jeden Tag gießen, sobald es sehr warm draußen ist. Gießen Sie möglichst bodennah, ohne dass Stamm und Blätter nass werden. Die Pflanze sollte außerdem keinem starken Wind ausgesetzt sein. Für ein üppiges Blattwachstum ist regelmäßiges Düngen unerlässlich. Verwenden Sie hierfür am besten einmal im Monat einen Bio-Flüssigdünger.

Übrigens handelt es sich beim Basilikum um eine einjährige Pflanze in Ihrem Kräutergarten. Manch eine Pflanze übersteht zwar den Winter, jedoch geht sie spätestens nach der Samenreife ein. Sie können dann jedoch die Samen aufbewahren und daraus neue Pflanzen kultivieren.

Dill

Der Klassiker in jedem Gurkensalat! Für Dill benötigen Sie ein recht großes Pflanzgefäß, da Sie die Samen in einem Abstand von etwa 15 Zentimeter zueinander aussäen müssen. Er lässt sich gut in der Küche kultivieren, da er auch bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad noch gedeiht.

Eine wichtige Voraussetzung für Dill ist jedoch ein sonniger Standort. An milden Frühlingstagen können Sie ihn deshalb auch auf den Balkon stellen. Sobald es heiß wird, müssen Sie ihn jedoch wieder hinein holen – Hitze verträgt Dill überhaupt nicht.

Gartenkresse

Kresse anzuziehen, ist besonders einfach und deshalb ideal, um Kinder an den Kräutergarten in der Küche heranzuführen. In puncto Standort und Boden ist Gartenkresse besonders unkompliziert. Hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten, das Saatgut zum Keimen zu bringen:

  1. Legen Sie ein paar Lagen Taschen- oder Küchentuch in eine Schale und befeuchten Sie sie gleichmäßig. Legen Sie die Samen darauf und bedecken Sie die Schale.
  2. Ebenfalls als Unterlage geeignet sind Wattepads, die Sie ein wenig zerrupfen und befeuchten.
  3. Sogar in einem Sieb keimen die Samen, wenn Sie die Feuchtigkeit halten.

Nach etwa zwei Tagen keimt die Kresse, nach fünf Tagen können Sie sie mit der Schere ernten und damit beispielsweise Salate, Dips und Brote aufpeppen.

Liebstöckel

Auch “Maggikraut” genannt, aufgrund seines Duftes und Geschmacks, der an das Gewürz erinnert. In Suppen, Knödeln und vielen weiteren herzhaften Gerichten sorgt Liebstöckel für die gewisse Hausmannskost-Note.

Ein guter Standort für Liebstöckel liegt im Halbschatten. Die Pflanze ist bis auf regelmäßigen Wasserbedarf eher anspruchslos. Vermeiden Sie jedoch Staunässe oder ein vollständiges Austrocknen der Erde. Düngen können Sie im Frühjahr und Sommer mit einem Bio-Flüssigdünger.

Liebstöckel tendiert dazu, starke Wurzeln auszubilden und dadurch viel Platz einzunehmen. Deshalb ist ein großer, einzelner Topf als Pflanzgefäß bestens geeignet.

Oregano

Zugegeben – Oregano ist eigentlich eher ein Kraut, das auf dem Balkon am besten gedeiht. Die Pflanze braucht viel Sonne und hält bei guter Pflege über mehrere Jahre. In der Küche können Sie Oregano dennoch kultivieren, wenn er einen besonders sonnigen, warmen Platz hat. An kühleren Tagen sollten Sie die Pflanze in die Wohnung holen, da sie Kälte überhaupt nicht verträgt.

Wenn Sie regelmäßig gute Triebe ernten und schwache wegschneiden, wird die Pflanze nach und nach buschiger. Halten Sie sich beim Gießen am besten ein wenig zurück – die Erde darf ruhig antrocknen. Dünger benötigt Oregano überhaupt nicht.

Wenn Sie Oregano von der Saat an selbst aufziehen möchten, mischen Sie die Samen mit Sand und streuen Sie sie auf Saaterde im Topf. Schütten Sie etwas Saaterde darüber und gießen Sie regelmäßig. Sobald die einzelnen Pflänzchen etwas größer geworden sind, sollten Sie sie in einzelne Töpfe umpflanzen.

Petersilie

Herzhafte Gerichte profitieren von der frischen Note, die die Petersilie mit sich bringt. Die Pflanze mag einen sonnigen Standort und einen möglichst hellen Platz auf der Fensterbank. Sie bevorzugt außerdem einen sandigen, lockeren Boden. Gießen Sie regelmäßig und düngen Sie etwa alle vier bis sechs Wochen mit einem Bio-Flüssigdünger.

Ungesunde oder gelb verfärbte Blätter sollten Sie möglichst regelmäßig entfernen. Das fördert den Wuchs der gesunden Pflanzenteile. Petersilie ist zweijährig.

Pfefferminze

Pfefferminze kann so viel mehr als in Form von Tee bei Erkältungen helfen. Sie erfrischt kalte Getränke im Sommer, sorgt für eine orientalische Note im Salat und pimpt auch belegte Brötchen auf.

Die Pflanze benötigt einen Standort mit Sonne und Schatten. Pralle Sonne ist jedoch schädlich. Halten Sie den Erdballen gleichmäßig feucht, vermeiden Sie dabei jedoch Staunässe. Einmal pro Monat können Sie mit einem Bio-Flüssigdünger oder mit einer Schicht Kompost düngen.

Pfefferminze tendiert dazu, sich auszubreiten. Sie könnte somit die anderen Pflanzen im Kräutergarten in der Küche behindern. Hier ist ein einzelner Topf besser geeignet, den Sie alle drei Jahre etwa wechseln sollten. Schneiden Sie die Pflanze außerdem mehrmals pro Jahr zurück.

Rosmarin

Um Ölen eine intensive Würze zu verpassen und Bratgut zu marinieren, ist Rosmarin das ideale Kraut. Die mediterrane Pflanze verträgt einiges an Trockenheit und braucht unbedingt direkte Sonne. Ein heller Platz mit voller Sonneneinstrahlung ist wichtig beim Kultivieren von Rosmarin – auf dem Südbalkon oder am Südfenster in der Küche. Das gilt auch für die Überwinterung.

Achten Sie beim Gießen darauf, dass der Erdballen nie vollständig austrocknet. Die obere Erde darf aber ruhig antrocknen, bevor Sie erneut gießen. Auf Dünger können Sie bei Rosmarin verzichten.

Schnittlauch

In vielen Gerichten sorgt Schnittlauch für die besondere Note: in manch einem Aufstrich oder Dip, aber auch in Omelette. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Fensterplatz, darf aber nicht zu trocken stehen. Gießen Sie deshalb regelmäßig und überbrücken Sie die Gießzeiten eventuell mit einem Wasserzerstäuber.

Lassen Sie den Schnittlauch ruhig erst einmal auf die volle Länge wachsen (etwa 15 bis 20 Zentimeter), bevor Sie ihn das erste Mal ernten. Ein regelmäßiges Abschneiden der Blätter sorgt für mehr Wachstum. Düngen Sie entweder mit verdünntem Flüssigdünger oder biologischem Dünger, zum Beispiel sparsam eingesetzten Kaffeesatz oder in Wasser gelösten Eierschalen für den Kalkbedarf.

Wenn Sie Schnittlauch frisch aussäen, achten Sie unbedingt auf die Frische der Ware. Lange Lagerzeiten vertragen die Samen nicht. Übrigens benötigt die Pflanze einen recht großen Topf, da sie sehr dicht wächst. Für den Kräutergarten in der Küche ist sie jedoch definitiv unverzichtbar!

Thymian

Sowohl als Arzneipflanze bei Erkältungen, als auch als mediterranes Gewürz ist Thymian bestens geeignet. Die Pflanze ist eher pflegeleicht, vorausgesetzt sie steht am richtigen Standort. Ideal ist ein Südbalkon, mit trocken-warmer Luft und viel Licht. Deshalb benötigt Thymian in der Wohnung den hellsten und wärmsten Platz, den Sie ihm bieten können. Holen Sie ihn spätestens bei den ersten Anzeichen von Kälte hinein.

Gießen Sie nicht zu stark und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben ein wenig antrocknen. Düngen Sie nur sparsam oder verzichten Sie ganz darauf. Letzteres ist besonders im Spätsommer wichtig.

Thymian ist eine ausdauernde Pflanze, die Ihnen viele Jahre erhalten bleiben wird.

Tipps für den Kräutergarten in der Küche

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch ein paar elementare Dinge mit auf den Weg geben, damit Sie lange Freude an dem Kräutergarten in der Küche haben:

  • Verwenden Sie ausreichend große Töpfe, am besten aus Terracotta. Sie sind luftdurchlässig und saugen überschüssige Feuchtigkeit auf.
  • Entfernen Sie sämtliche Blüten, da sie dem Kraut Aroma und Kraft rauben.
  • Für die meisten Kräuter ist eine konstante Zimmertemperatur zwischen 15 und 21 Grad Celsius optimal.
  • Nahezu jedes Kraut benötigt mindestens sechs Stunden Sonne am Tag. Sie sollten somit darauf achten, dass Ihr Kräutergarten in der Küche nah genug am Fenster ist.
  • Gießen Sie immer dann, wenn die obere Schicht der Erde ein wenig angetrocknet ist. Empfehlenswert ist eine kleine Kies- oder Blähton-Schicht am Topfboden, um Staunässe zu vermeiden.
  • Wenn Sie düngen möchten, verwenden Sie ausschließlich verdünnten Bio-Flüssigdünger oder organischen Dünger. Achten Sie immer darauf, diesen nur in die Erde zu geben und nicht auf die Blätter oder Stiele der Küchenkräuter.
  • Wenn Sie mögen, können Sie im Herbst Ihre Küchenkräuter etwas großzügiger zurückschneiden und anschließend trocknen oder einfrieren. Die Pflanzen haben so die Gelegenheit, über den Winter Kraft für neues Wachstum zu sammeln.

Tipp für kleine und schmale Küchen: Wenn Sie etwas Platz sparen möchten, können Sie auch eine vertikale Kräuterleiter in Ihre Küche hängen. Abgesehen von der Platzersparnis, ist diese Art des Kräutergartens auch noch äußerst dekorativ!

Unser Fazit zum Kräutergarten in der Küche

Mit unseren Tipps können Sie sich Ihren eigenen kleinen Kräutergarten in der Küche anbauen. Von Basilikum bis Thymian – Sie sind bestens gewappnet! Wenn Sie nicht jeden Anspruch jeder einzelnen Pflanze erfüllen können, brauchen Sie sich dennoch keine Sorgen machen.

Wichtig ist, dass Ihr Kräutergarten in der Küche grundsätzlich an einem hellen Fensterplatz steht und Sie immer dann gießen, wenn die Erde leicht angetrocknet ist. Für die ein oder andere Pflanze bedarf es jedoch eines einzelnen Topfes, da sie sehr viel Platz einnehmen kann (beispielsweise Minze oder Schnittlauch).

In unserem Gartencenter Mencke geben wir Ihnen gerne viele weitere konkrete Tipps zu den Kräutern, die Sie sich für Ihren Kräutergarten in der Küche ausgesucht haben. Oder soll es womöglich ein Hochbeet im Garten werden? Auch hierfür stehen wir Ihnen gerne zur Seite.

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