Maiglöckchen

Giftig-schön: Maiglöckchen als dekoratives Highlight

Das Maiglöckchen kündigt Jahr für Jahr den Wonnemonat Mai an. Seine weißen Blüten schmücken unsere heimischen Gärten, die Beeren bilden für Vögel eine Nahrungsquelle. Hier erfahren Sie, wie Sie in Ihrem Garten Maiglöckchen pflanzen und pflegen. Außerdem hat das Maiglöckchen auch in der Medizin eine besondere Bedeutung.

Zwar ist das Maiglöckchen giftig für den Menschen und für viele Tierarten – dennoch ist das Pflänzchen mit den strahlenden Blüten besonders beliebt unter Blumenliebhabern.

Steckbrief Maiglöckchen: Daran erkennen Sie das hübsche Gewächs

Das Maiglöckchen ist auch unter den Namen Mai-Blume, Mairöschen oder Mai-Lilie bekannt. Es kann zwischen 15 und 25 Zentimetern hoch wachsen. Seine lanzettförmigen, langen Blätter werden leicht mit Bärlauch verwechselt. Eine Geruchsprobe kann Sie jedoch davor bewahren: Bärlauch duftet stark nach Knoblauch.

Die Blätter wachsen paarweise und zeigen sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite eine dunkelgrüne Färbung. Besonders die Blattoberseite fällt durch ihren Glanz und durch die bogenförmigen Blattnerven auf. Zwischen den Blätterpaaren wächst der Blütenstängel. Er trägt zwischen Mai und Juni fünf bis 13 kleine weiße Blüten, das Maiglöckchen gehört damit zu den Frühlingsblumen. Der Glockenform seiner Blüten hat das Maiglöckchen seinen Namen zu verdanken.

Die süßlich riechenden Blüten weisen alle in die gleiche Richtung. Ab Juli bilden sie leuchtende rote Beeren mit jeweils zwei bis sechs Samen. Vögel freuen sich über die Früchte als reichhaltige Nahrungsquelle, besonders Amseln und Drosseln.

Das Maiglöckchen im Überblick

  • Blütenfarbe: weiß, je nach Sorte zart-rosa
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Blütenform: Glocken oder Trauben
  • Blattfarbe: dunkelgrün mit Fasern an der Oberseite (den Blattnerven)
  • Blattform: elliptisch
  • Wuchseigenschaften: flach, mit Ausläufern, die Blätter wachsen paarweise zusammen
  • Licht: halbschattig bis leicht sonnig
  • Winterhart: ja
  • Gartenstil: Blumengarten, Naturgarten, Parkanlagen und Waldgarten

So können Sie Maiglöckchen in Ihrem Garten pflanzen und pflegen: Standort, Boden und Düngung

Das Maiglöckchen ist eine pflegeleichte und robuste Pflanze. Die niedlichen Blüten sind durch ihr strahlendes Weiß eine Bereicherung für jedes Beet! Mit unseren Tipps gelingt es Ihnen mit Sicherheit, auch in Ihrem Garten Maiglöckchen zu pflanzen:

Tipp #1: Schattiger Standort, humusreicher Boden

Damit das Maiglöckchen sich besonders wohl fühlt und wunderbar wächst, wählen Sie am besten einen halbschattigen bis schattigen Standort. Ursprünglich wächst die Pflanze in den Laubwäldern Mittel- und Westeuropas und ist somit an einen dunklen Standort angepasst.

Der Boden sollte humusreich, warm und feucht sein. Beispielsweise können Sie ganz einfach Komposterde als Humus in das Gartenbeet mit einarbeiten. Ideal für das Maiglöckchen: Ein Boden, der auch Sand und Lehm enthält und einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6 aufweist.

Tipp #2: Maiglöckchen pflanzen und pflegen

Bei frostfreiem Wetter können Sie die länglichen Pflanzkeime des Maiglöckchens jederzeit pflanzen. Setzen Sie sie etwa 10 Zentimeter tief in die Erde. Jungpflanzen brauchen reichlich Wasser und einen gleichmäßig feuchten Boden.

Bei der Pflege ist das Maiglöckchen anspruchslos – nur direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden und einen zu trockenen Boden. Nach der Blüte können Sie die Blütenstängel entfernen, was jedoch nicht zwingend notwendig ist. Genauso können Sie abfallende Blätter als zusätzliche Kompostzufuhr auf dem Boden liegen lassen. Auch nach der Blütezeit erhalten Sie durch die prächtigen grünen Blätter eine dekorative Pflanze.

Das Maiglöckchen benötigt nicht zwingend eine Düngung. Einmal im Jahr können Sie dennoch mit einer dicken Schicht Lauberde oder Kompost für zusätzliche Nährstoffe sorgen, am besten im Herbst.

Grundsätzlich gilt: Ist das Maiglöckchen einmal gepflanzt, können Sie es ungestört wachsen lassen.

Tipp #3: Krankheiten vermeiden, Schädlinge entfernen

Es kann vorkommen, dass Maiglöckchen vom Rostpilz (Puccinia sessilis var. sessilis) befallen werden. Die Bekämpfung ist nur im Anfangsstadium erfolgreich: Entfernen Sie alle befallenen Blätter und Pflanzenteile und vernichten Sie sie, am besten durch Verbrennen (falls das nicht möglich ist, entsorgen Sie die Pflanzenteile im Hausmüll).

Auf gar keinen Fall sollten die betroffenen Teile auf dem Kompost entsorgt werden – hier besteht die Gefahr, dass sich der Pilz vermehrt. Nach der Behandlung säubern und desinfizieren Sie sämtliche verwendeten Gartengeräte und Werkzeuge gründlich.

Zwar ist der Befall von Grauschimmel (Botrytis cinerea) seltener, jedoch sollten Sie auch in einem solchen Fall sämtliche betroffenen Pflanzenteile behandeln. Gegen den Befall können Sie alternativ mit einer kaliumreichen Düngung vorbeugen.

Ein Schädling, der dem Maiglöckchen gefährlich werden kann, ist das Lilienhähnchen und seine Larven. Die Insekten sind etwa sechs bis acht Millimeter groß und erkennbar an ihrer glänzenden, knallroten Farbe. Die kleinen Käfer lassen sich mit der Hand einsammeln – so ist das Entfernen besonders umweltschonend. Spülen Sie die Larven (auf der Blattunterseite) ganz einfach mit einem Gartenschlauch ab. Zur Vorbeugung eignet sich Kaffeesatz, den Sie rundherum um die Pflanze streuen; das schlägt die Käferchen in die Flucht.

Das Maiglöckchen – giftig und dennoch wichtig in der Medizin

Alle Pflanzenteile des Maiglöckchens sind giftig für den Menschen. Außerdem zählt es auch für Hunde, Schweine, Ziegen, Pferde, Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Katzen zu den giftigen Pflanzen.

Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind neben Übelkeit und Erbrechen auch Durchfall, Sehstörungen und Schwindelgefühl. Im Falle einer starken Vergiftung kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Deshalb sollten besonders Familien mit Kindern aufpassen – die Beeren der Pflanze sind stark giftig und sollten auf keinen Fall verzehrt werden!

Trotz seiner giftigen Eigenschaften wird das Maiglöckchen in der Medizin verwendet. Die oberirdischen Pflanzenteile enthalten herzwirksame Glycoside. Präparate mit Maiglöckchen können deshalb bei Erkrankungen des Herzens eingenommen werden, jedoch nur nach Absprache mit einem Arzt!

Übrigens: Das Maiglöckchen steht unter Naturschutz und darf deshalb nicht gesammelt werden!

Fazit: Einmal gepflanzt, ist das Maiglöckchen besonders pflegeleicht

Das Maiglöckchen ist erkennbar an seinen lanzettförmigen, dunkelgrünen Blättern sowie seinen hübschen weißen Blüten, die es zwischen Mai und Juni austreibt. Es braucht einen schattigen Standort und einen humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden. Bei der Pflege müssen Sie nur darauf achten, dass der Boden niemals ganz austrocknet – ansonsten ist das Maiglöckchen anspruchslos.

Im Falle einer Erkrankung sollten Sie sämtliche befallenen Pflanzenteile vernichten. Schädlinge wie das Lilienhähnchen können Sie ganz einfach von der Pflanze absammeln und seine Larven mit dem Gartenschlauch abspülen.

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass alle Pflanzenteile des Maiglöckchens giftig sind! Zwar findet es aufgrund seiner herzwirksamen Eigenschaften auch Anwendung in der Medizin, jedoch bewirkt besonders der Verzehr der Beeren starke Vergiftungserscheinungen.

In unserem Gartencenter Mencke finden Sie saisonale Blumen für Balkon, Garten, Terrasse und den Indoor-Bereich. Außerdem auch Saatgut für den Eigenanbau sämtlicher Pflanzen- und Gemüsesorten. Kommen Sie uns gerne besuchen und wir geben Ihnen noch weitere Tipps zur Anpflanzung, Pflege und Verwendung Ihrer Beet- und Balkonpflanzen.

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