Mulch

Mulch: So schützen Sie Ihre Pflanzen vor Trockenheit

Mit Mulch können Sie die ein oder andere Pflanze in Ihrem Garten beim Wachstum unterstützen. Besonders in heißen Sommern ist er nützlich, um einer starken Wasserverdunstung entgegen zu wirken. Hier erfahren Sie, welche Arten von Mulch es gibt und wie Sie diese einsetzen können. Außerdem: Mulch hilft auch gegen Unkraut! Ob Rinde, Rasenschnitt oder Holzhackschnitzel – für welchen Mulch Sie sich entscheiden, hängt von den Pflanzen ab, die Sie in Ihrem Garten kultivieren. Aber ist Mulchen für ein erfolgreiches Pflanzenwachstum zwingend notwendig? Das und mehr erfahren Sie hier.

Welche Funktion hat Mulch? 

Eine Mulchschicht erfüllt gleich mehrere Funktionen, von denen Ihr Garten profitiert. Sie können den praktischen mit dem optischen Nutzen verbinden: Beete und Wege, die mit Mulch abgedeckt sind, wirken häufig sehr ästhetisch, sauber und gepflegt. Das Hauptziel der Nutzung von Mulch ist jedoch, dass Feuchtigkeit besser im Boden gehalten wird indem die Verdunstung von Wasser reduziert wird. Zwingend notwendig ist Mulch zwar nicht, jedoch verleiht er vielen Pflanzen einen extra Schub beim Wachsen.

Schutz vor Witterungseinflüssen 

Mulch wirkt sowohl temperaturausgleichend als auch feuchtigkeitsregulierend. Er schützt die Pflanzen und besonders ihre Wurzeln vor starken Witterungseinflüssen, die ihr Wachstum beeinflussen können. Beispielsweise kann starke Hitze im Sommer dazu führen, dass der Boden austrocknet. Es entstehen sogenannte Trockenrisse, durch die Regenwasser nicht mehr richtig aufgenommen werden kann. Stattdessen fließt es einfach ab anstatt zu versickern und steht so Ihren Pflanzen nicht zur Verfügung.

Bei zu starkem Regen hingegen wird der Boden schnell überflutet und schlammig. Auch das kann den in der Erde befindlichen Wurzeln schaden. Eine Mulchschicht verhindert sowohl das Austrocknen, als auch das Verschlämmen des Bodens. So bleibt die Erde stets in einem für das Pflanzenwachstum förderlichen Zustand. Im Großen und Ganzen bedecken Sie den Gartenboden mit einer wertvollen Schutzschicht. Außerdem schützt eine Mulchschicht die Blätter der Pflanzen vor hoch spritzendem Schlamm, der Pilzsporen enthalten kann. So schützen Sie zum Beispiel Ihre Tomatenpflanzen effektiv vor Krautfäule.

Nährstoffe für den Boden 

Eine organische Mulchschicht zersetzt sich mit der Zeit und geht so in den Boden über. Sie reichert ihn dadurch mit wertvollem Humus und Nährstoffen an. Ihre Pflanzen werden einerseits mit wichtigen Mineralien versorgt und können andererseits ihre Wurzeln umso 

besser entfalten. Infolgedessen können Sie Wasser und Dünger besser aufnehmen, kräftiger wachsen und stärker austreiben. 

Biologische Unkrautbekämpfung 

Für viele Gärtner hat Mulch besonders einen entscheidenden Vorteil: Er unterdrückt das Unkrautwachstum. Wichtig ist jedoch, dass Sie vor dem Mulchen sämtliche Unkrautrückstände und unerwünschte Wurzeln entfernen. Sie würden sonst früher oder später durch die Mulchschicht hindurch wachsen. 

Rindenmulch verhindert die Keimung von Unkrautsamen, weil er viel Gerbsäure enthält. Wenn Sie groben Rindenmulch verwenden möchten, können Sie diesen etwa zehn Zentimeter dick auf den Boden auftragen. Bei feinem Rindenmulch reicht eine halb so dicke Schicht, damit noch genügend Sauerstoff zirkulieren kann. Je nachdem, wie hartnäckig das Unkraut in Ihrem Garten ist, müssen Sie eventuell einzelne Keimlinge hin und wieder wegzupfen und ab und zu eine neue Mulchschicht legen. So können Sie den Wuchs nach und nach eindämmen. 

Dadurch, dass Sie mit Mulch das Wachsen von Unkraut verhindern, freuen sich die gewünschten Pflanzen in Ihrem Garten über mehr Platz im Wurzelbereich. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie verhindern einerseits das Wachstum unerwünschter Pflanzen und fördern andererseits das Wachstum Ihrer Lieblinge.

Welche Arten von Mulch gibt es? 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über verschiedene Mulch-Arten. Dabei wird auch geklärt: Welcher Mulch ist wofür? 

Besonders beliebt sind 

  • Holzhackschnitzel, 
  • Pinienrinde, 
  • Rasenschnitt, 
  • Rindenmulch und 
  • Stroh
  • Heu

Sie können jedoch auch andere Materialien nutzen, die weniger geläufig sind. Darunter: 

  • Brennnesseln und Beinwell, 
  • Gründüngungspflanzen, 
  • Kies, 
  • Miscanthushäcksel sowie 
  • Rückstände von Gemüsepflanzen
  • Laub (nur kein Eichen- oder Walnusslaub wegen zu hohem Gerbsäure Gehalt).

Holzhackschnitzel 

Besonders unter Sträuchern und Bäumen, die einen üppigen Wurzelwuchs haben, können Sie Holzhackschnitzel als Mulch einsetzen. Hierfür können Sie beispielsweise Schnittgut, das beim Baumschnitt anfällt, mit dem Häcksler zerkleinern. Für Jungpflanzen ist diese Art von Mulch jedoch nicht so gut geeignet, da die Holzhackschnitzel das Pflanzenwachstum unterdrücken können. 

Wichtig: Bei der Zersetzung von Holzhackschnitzeln wird viel Stickstoff benötigt. Dieser wird aus dem Boden gezogen und steht dann Ihren Pflanzen als Nahrung nicht mehr zur Verfügung. (Das gilt übrigens für jede Mulchart, ist bei Holzhackschnitzeln und Rindenmulch allerdings besonders relevant!). Düngen Sie deshalb vor dem Mulchen mit einer zusätzlichen Schicht Hornspänen oder einem anderen organischen Stickstoffdünger (gibt’s im Gartencenter).

Pinienrinde 

Pinienrinde ist als Mulch deshalb so beliebt, weil sie mit ihrer rotbraunen Farbe dem Garten einen gewissen Südseeflair verleiht. Sie wird deshalb gerne auf Wegen, unter Bäumen und Sträuchern ausgelegt. Eine Mulchschicht aus Pinienrinde zersetzt sich nur langsam und hat häufig einen angenehmeren Duft als herkömmlicher Rindenmulch – weniger säuerlich. 

Vorteil gegenüber Rindenmulch ist der geringere Säuregehalt und damit eine geringere Auswirkung auf den pH-Wert des Bodens. Nachteil dadurch ist die Unkraut Unterdrückung deutlich geringer. Übrigens ist Pinienrinde auch für Kübelpflanzen geeignet, die besonders im Sommer weniger Grundwasser abbekommen. 

Rasenschnitt 

Wichtig bei der Verwendung von Rasenschnitt als Mulch ist, dass sie ihn zunächst leicht antrocknen lassen. Legen Sie ihn außerdem nur dünn aus, damit sich keine Fäulnis bilden kann. Sie können Rasenschnitt quasi bei allen Pflanzen anwenden, denn er ist ein wertvoller Stickstoff- und Kaliumlieferant. Besonders Blumen-, Gemüse- und Kräuterbeete freuen sich über diese Extraportion Fürsorge. Erdbeerbeete können Sie nach der Ernte mit Rasenschnitt anreichern, sodass der Boden fürs nächste Jahr wieder gewappnet ist.

Tipp: Verwenden Sie Rasenschnitt nur, wenn die Rasenfläche regelmäßig gemäht wurde und nicht allzu viele Unkräuter enthält. Wenn Sie den Schnitt mit Holzhackschnitzeln mischen, sorgen Sie so für eine bessere Luftzirkulierung in der Mulchschicht. 

Rindenmulch 

Bei Rindenmulch handelt es sich um eine Mischung aus Rinden verschiedener Laub- und Nadelbäume. Sie können ihn sowohl im Beet anwenden als auch als Wegbelag. Auch unter Bäumen und Sträuchern verschönert er den Anblick. Auf Gemüsebeeten ist er allerdings nicht zu empfehlen da er den pH-Wert absenkt und leider ein beliebter Aufenthaltsort für Schnecken ist. 

Dennoch freuen sich besonders Staudenbeete, Farne und Schattengräser über eine Rindenmulchschicht. Diese sollten Sie gelegentlich durchharken, damit der Mulch stets gut durchlüftet ist. Qualitativ hochwertigen Rindenmulch erkennen Sie an seinem harzigen Geruch. Riecht der Mulch säuerlich oder schwefelartig, sollten Sie ihn nicht verwenden, da dann bereits Fäulnis eingesetzt hat. 

Tipp: Sie können statt Rindenmulch auch Rindenkompost verwenden. Dieser ist für die ein oder andere Pflanzenart verträglicher, denn er bindet weniger Stickstoff als Rindenmulch. Nehmen Sie Rindenkompost entweder als Bodenabdeckung oder zur Lockerung. 

Stroh 

Bei Stroh als Mulch ist es wichtig, dass dieses vorab gut ausgedroschen wurde. So verhindern Sie, dass im nächsten Jahr ungewollt Getreide wächst. Sie können mit Stroh-Mulch besonders Gemüse- und Kräuterbeete anreichern, außerdem den Boden unter Erdbeeren, Gurken, Tomaten, Zucchini und Zuckermais. Versorgen Sie den Boden vorher jedoch gut mit Stickstoff, da Stroh dazu neigt, diesen im Boden zu fixieren. 

Durch Stroh als Mulch verbessern Sie die Belüftung des Bodens und vermeiden besonders bei Erdbeeren einen Schädlingsbefall, beispielsweise durch Schnecken und Grauschimmel. Achten Sie bei der Verwendung von Stroh darauf, dass dieses nicht mit Chemikalien behandelt wurde, die beispielsweise in der Landwirtschaft zu einer Verkürzung und Stabilisierung der Halme eingesetzt werden.

Weniger geläufige Arten von Mulch 

Je nachdem, welche Pflanzenarten Sie in Ihrem Garten kultivieren, wie Sie Ihren Garten optisch gestalten möchten und/oder ob Sie gegen bestimmte Schädlinge vorgehen möchten, können Sie auch zu anderen, weniger geläufigen Arten von Mulch greifen. Der Vorteil dieser Arten: Hiermit können Sie gut selber Mulch herstellen! 

  • Brennnesseln und Beinwell: gut zum Bohnen, Gurken und Tomaten mulchen; bringen dem Boden viele wertvolle Mineralien; verrotten schnell, weshalb man oft erneut mulchen muss. 
  • Gründüngungspflanzen: sind reich an Nährstoffen und besonders gut für Gemüsepflanzen geeignet; etwas antrocknen lassen vor dem Mulchen; beliebte Gründüngungspflanzen sind Kreuzblütler, wie Senf und Raps, sowie Gräser und Sonnenblumen. 
  • Kies: besonders unter Stauden und Gehölzen geeignet sowie für Steingärten; wasser- und luftdurchlässig, speichert Wärme; Sie müssen nicht erneut mulchen; hilft nicht so gut gegen Unkraut. 
  • Miscanthushäcksel: zerkleinerter Chinaschilf; eignet sich für alle Pflanzen als Schutz vor Schnecken und Unkraut; beliebter Wegbelag. 
  • Rückstände von Gemüsepflanzen: Ernte-Reste wie Kohlblätter, Kartoffellaub etc.; sehr nährstoffreich; achten Sie auf gesundes, schädlingsfreies Material. 

Unser Fazit zu Mulch 

Ob als Wegbelag oder zur Düngung des Bodens – Mulch ist für Ihren Garten ein echter Gewinn! Sie können verschiedene Arten von Mulch kaufen, wie beispielsweise fertigen Rindenmulch oder Holzhackschnitzel. Jedoch lässt sich Mulch auch wunderbar selbst herstellen, beispielsweise mit Rasenschnitt, Gründüngungspflanzen und Resten von Gemüsepflanzen. 

Darüber hinaus hat sich Mulch als biologische Unkrautbekämpfung bewährt gemacht. Der Boden wird genährt, Temperatur und Wasserhaushalt werden im Gleichgewicht gehalten und dennoch wird das Wachstum unerwünschter Kräuter unterdrückt. Einige Mulch-Arten helfen auch gegen Schädlinge wie Schnecken. 

Wir vom Gartencenter Mencke stehen Ihnen gerne zur Seite, wenn es um Fragen rund um Ihren Garten geht. Sie finden bei uns verschiedene Arten von Mulch, sowie geeignete Gartenwerkzeuge. Außerdem natürlich eine große Auswahl wunderbarer Beetpflanzen. Wir beraten Sie gern!

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