Nacktschnecke

Schnecken im Garten umweltverträglich bekämpfen

Es gibt wohl wenige Dinge im Leben eines Gärtners, die ärgerlicher und frustrierender sind als Schnecken im Garten. Die Pflanzen sprießen, man freut sich auf die Ernte oder möchte einfach nur die liebevoll ausgewählten und gepflegten Blumen bewundern und schöne Stunden im Garten genießen. Stattdessen steht man vor abgefressenen Strünken und löchrigen Blättern. 

Wir beantworten Ihnen in diesem Beitrag folgende Fragen:

Was fressen Schnecken eigentlich? Und sind alle Schneckenarten gleich gefährlich für Pflanzen oder gibt es sogar Nützlinge unter ihnen? Welche Pflanzen werden von Schnecken gemieden? Kann man sie nur mit Schädlingsbekämpfungsmitteln wie Schneckenkorn los werden? Oder gibt es umweltverträgliche Hausmittel gegen Schnecken, die genauso gut wirken?

Was essen Schnecken? 

Gärten sind seit jeher ein Tummelplatz für allerlei Tierarten und Insekten. Gerade Schnecken sind jedoch keine gern gesehenen Gäste, da sich viele Arten von den zarten Blättern oder Knospen der Pflanzen ernähren und so viel harte Arbeit zunichte machen können. Die Ernährung von Schnecken ist jedoch bei weitem nicht so einseitig wie es auf den ersten Blick wirken mag:

Viele Schneckenarten (vor allem die Arten mit Haus) bevorzugen totes Pflanzenmaterial. Einige fressen auch kleinere Nacktschnecken oder Schneckeneier, was letztlich sogar dazu beträgt die Anzahl der schädlichen Schnecken im Garten zu dezimieren.

Somit zeigt sich, dass sich die Art der Ernährung von Schnecke zu Schnecke unterscheidet und bei weitem nicht alle Schneckenarten schädlich für den Garten sind. Will man Schnecken also wirkungsvoll bekämpfen, lohnt es sich oft zunächst einmal herauszufinden, welche Arten sich im Garten herumtreiben und davon ausgehend zu entscheiden, wie man sie bekämpfen möchte.

Schneckenarten – Wer kriecht da eigentlich durchs Beet?

In deutschen Gärten findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Schneckenarten, doch nicht alle von ihnen schaden den Pflanzen darin. Wir stellen Ihnen im folgenden die häufigsten Arten vor:

Die Weinbergschnecke

Weinbergschnecke

Zu den völlig ungefährlichen zählt beispielsweise die Weinbergschnecke. Man erkennt sie gut an ihrem großen Haus, das das Hochkriechen an Pflanzen verhindert. 

Sie interessiert sich besonders für verrottendes, welkes und weiches Pflanzenmaterial am Boden. Außerdem fressen Weinbergschnecken gern die Gelege von Nacktschnecken auf, da diese sehr eiweißhaltig sind. Weinbergschnecken sind also nicht schädlich für Pflanzen und stehen zudem unter Naturschutz. Sie zu vertreiben ist nicht notwendig und auch nicht erlaubt! 

Die Ackerschnecke

Im Gegensatz dazu steht die genetzte Ackerschnecke. Diese 3-5 Zentimeter lange Nacktschnecke erkennt man leicht an der dunkelgrauen netzartigen Maserung auf braun-gräulichem Grund. Sie gilt als einer der größten Schädlinge im Garten da sie vor allem grüne Pflanzen mit weichen Blättern anfressen. Sie macht sich jedoch auch bei anderen Gemüsepflanzen über Triebe und Keimlinge her. Zerstört Stängel und richtet so den größtmöglichen Schaden im Gemüsebeet an.

Die Wegschnecke

Auch Wegschnecken, allen voran die Spanische Wegschnecke, sind für viele Schäden in Blumen- und Gemüsebeeten verantwortlich. Sie alle fressen mit Vorliebe frisches Pflanzenmaterial, aber auch Früchte, Kräuter und Pilze. 

Die Spanische Wegschnecke sondert zudem einen bitteren Schleim ab, wenn sie angegriffen wird, der sie vor Fressfeinden wie Igeln, Erdkröten oder indischen Laufenten schützt. Deshalb werden sie seltener gefressen als andere Schneckenarten und verdrängen diese somit langsam aus ihrem Lebensraum. Jungtiere der Spanischen Wegschnecken unterscheiden sich optisch von den heimischen Wegschnecken, da sie orange-gelbliche Streifen haben, die sich jedoch mit der Zeit verwachsen. Dann sind sie von den anderen Wegschneckenarten nicht mehr zu unterscheiden. Da Wegschnecken neben der genetzten Ackerschnecke zu den größten Schädlingen unter den Schnecken im Garten zählen, ist es durchaus sinnvoll sich gegen sie zur Wehr zu setzen.

Die Tigerschnecke

Anders als die meisten Nacktschneckenarten, ist die Tigerschnecke (auch bekannt als großer Schnegel oder Egelschnecke) nicht schädlich für Pflanzen. Sie zählt zu den größten der heimischen Schneckenarten und kann bis zu 20 Zentimeter lang werden. Erkennen kann man sie neben der Größe vor allem an ihren grauen und schwarzen Flecken auf hellgrauem Grund, die eher an Leoparden- als an Tigerfell erinnern. Ihre bevorzugte Nahrung sind andere Nacktschnecken und deren Eier, daher richtet sie im Garten auch wenig Schaden an. Tigerschnecken leben häufig an Waldrändern und sind die größten Nützlinge unter den Schnecken im Garten.

Welche Hausmittel gegen Schnecken helfen?

Wenn der Garten einmal von Schnecken befallen ist, muss natürlich schnell eine effektive Lösung her um die Pflanzen zu retten und die Schnecken zu vertreiben. Es gibt viele Tipps und Tricks zum Schnecken bekämpfen, doch nicht alle werden ihrem Ruf wirklich gerecht. 

Bierfallen gegen Schnecken

Eins dieser Hausmittel, von dem wohl jeder schon einmal gehört hat, sind Bierfallen. Dass Bier Schnecken anzieht ist jedoch Fluch und Segen zugleich. Damit Bierfallen wirklich als Mittel zur natürlichen Schneckenbekämpfung wirken, müssen die Schnecken, nachdem sie von dem Bier angezogen wurden in das Bier fallen und ertrinken. Passiert dies nicht, werden durch das Bier bloß immer mehr und mehr Schnecken angezogen, die, nach einem gemütlichen Imbiss an der Bierfalle, weiterziehen und sich über die Pflanzen im Garten hermachen. 

Außerdem müssen Bierfallen oft kontrolliert und neu befüllt werden, da das Bier bei warmem Wetter verdunstet und durch Regen stark verwässert wird. In beiden Fällen ist die Falle eher kontraproduktiv.

Will man die Schnecken also von den Pflanzen fernhalten empfiehlt es sich, Bierfallen an der Grundstücksgrenze einzusetzen um die Schnecken möglichst weit von den Beeten weg zu ködern. 

Achtung: Es gilt zu Bedenken, dass Bierfallen nicht nur den schädlichen Schnecken im Garten schaden, sondern auch gefährlich für die nützlichen unter ihnen sind. Auch Igeln und Kröten schaden die Bierfallen, da sie das Bier trinken und die darin ertrunkenen Schnecken fressen. Dies führt bei ihnen schnell zu Alkoholvergiftungen an denen sie, wie zuvor die Schnecken, sterben.

Koffein gegen Schnecken

Ein weiteres Hausmittel gegen Schnecken ist Koffein. Will man Schnecken mit Koffein bekämpfen, wird Kaffeesatz um die besonders gefährdeten Pflanzen herum auf den Boden gegeben. Bei kleineren Schnecken löst das Nervengift Koffein einen Herzstillstand aus, größere Schnecken kriechen jedoch über den Kaffeesatz und können ihn auch gefahrlos fressen. Zudem muss der Kaffeesatz zum effektiven Schnecken bekämpfen nach jedem Regen erneut aufgebracht werden.

Schnecken absammeln 

Das effektivste und bekannteste Hausmittel gegen Schnecken ist und bleibt jedoch das Absammeln. Hier lockt man Schnecken unter morsche Holzbohlen, Tonziegel oder große Bretter um sie am morgen absammeln zu können. Dies funktioniert jedoch nicht bei allen Schneckenarten gleicher Maßen gut, denn während sich Wegschnecken das ganze Jahr über an dunklen und feuchten Orten verkriechen, sind Ackerschnecken nur vor der Vegetationszeit dort zu finden.

Möchte man Schnecken im Beet absammeln, kann man aus einem Teil Katzentrockenfutter und 4 Teilen Weizenkleie in Verbindung mit Wasser eine Art Brei herstellen. Diesen lässt man quellen und verteilt ihn dann häufchenweise als Köder in den Beeten. Dort sammeln sich die Schnecken und können bequem abgesammelt werden.

Wenn die Schnecken einmal abgesammelt sind, stellt sich jedoch weiterhin die Frage wie man mit dem Eimer voll mit ihnen umgehen soll. Kleineren Schnecken kann man sich über die Biotonne entledigen, wobei größere durchaus in der Lage sind aus dieser wieder zu entkommen. Letztlich gibt es zwei Lösungen, die die Schnecken effektiv und schnell beseitigen. Die eine Möglichkeit ist es, Salz auf die abgesammelten Schnecken zu geben. Das Salz entzieht ihnen die Feuchtigkeit und die Schnecken sterben. Die andere Möglichkeit, die jedoch auch mehr Überwindung kostet ist es, die Schnecken zu zerschneiden. 

Schnecken im Garten natürlich bekämpfen

Hochbeete als Schneckenschutz

Wenn man Schnecken im Garten natürlich bekämpfen möchte empfiehlt es sich, sich die Abneigungen der unterschiedlichen Schneckenarten zu nutze zu machen. Da Schnecken nicht die schnellsten Tiere sind und meist bodennahe Nahrung derjenigen vorziehen für die sie an Dingen hochkriechen müssen, empfiehlt es sich, Gemüse in Hochbeete zu pflanzen. Schnecken gelangen dort zwar auch hinein, es sind jedoch sehr viel weniger als in einem klassischen Gemüsebeet zu finden wären. Zusätzlichen Schutz bieten Hochbeete, die am Rand mit einem Schneckenzaun (s.u.) versehen sind. Mehr zum Thema Hochbeet erfahren Sie in unserem Beitrag “Hochbeet bepflanzen: So geht es richtig!” oder “DIY – Hochbeet gestalten zur Selbstversorgung: Kräuter, Salat und Früchte”

Mulchen als Schneckenschutz

Wenn man das klassische Gemüsebeet bevorzugt können Bodenabdeckungen aus Farnkraut, Tomatenblättern oder grünen Fichtennadeln helfen, Schnecken von ihnen fernzuhalten, da sie am liebsten über feuchten Boden kriechen.

Schneckenzäune als Schneckenschutz

Eine teure, aber für einzelne Beete durchaus lohnende Investition können Schneckenzäune sein. Diese sind so konzipiert, dass Schnecken sie nicht überwinden können, daher sind sie perfekt dafür geeignet, Schnecken von den beliebtesten Pflanzen im Garten fernzuhalten. Hier gilt es jedoch zu bedenken, dass Schneckenzäune zwar sehr wirkungsvoll aber leider optisch recht auffällig sind. Sie eignen sich daher eher für einzelne Gemüsebeete mit für Schnecken sehr attraktiven Pflanzen. Kommen Sie einfach bei uns im Gartencenter vorbei, wir zeigen Ihnen das Sortiment und erklären Ihnen die genaue Wirkungsweise.

Schneckenpaste und Kupferband gegen Schnecken in Kübeln und Töpfen

Für Pflanzen in Töpfen eignet sich Schneckenpaste als Schutz sehr gut. Diese Paste wird dünn auf den Topfrand aufgetragen und ist sowohl ungiftig als auch recht regenresistent. Schnecken werden hier mit Hilfe von Duftstoffen vertrieben und lassen die Töpfe die mit der Paste behandelt wurden gänzlich in Ruhe. Sie ist in Gartencentern oft nicht erhältlich, weswegen Sie am besten im Internet danach schauen.

Besser zu bekommen ist Kupferband welches eine sehr ähnliche Wirkung hat und um die Töpfe herum gewickelt wird. Gerade bei modernen Betonkübeln oder auch bei Terrakottatöpfen kann das Kupferband auch einen dekorativen Charakter mit sich bringen. Fragen Sie einfach bei uns im Gartencenter – wir beraten Sie hierzu gerne!

Die Kupfer-Ionen wirken sich giftig auf Weichtiere wie Schnecken aus. Achten Sie darauf das Band mindestens 5 cm breit um die Töpfe zu wickeln, da schmalere Streifen für größere Schnecken nicht ausreichend abschreckend sind. Je breiter der Kupferstreifen, desto besser der Schutz. Es handelt sich allerdings auch nicht um eine 100%ige Sicherheit.

Schutzringe aus Kalk oder Sägemehl gegen Schnecken 

Auch Schutzringe eignen sich gut um einzelne Pflanzen effektiv vor Schneckenfraß zu schützen. Hier werden um die Pflanze herum Ringe auf den Boden gestreut, die die Schnecken nicht überwinden können oder wollen. Hier eigenen sich vor allem sowohl Nadelholzsägemehl als auch Gesteinsmehl und auch grober Sand wird oftmals verwendet. 

Der Nachteil an solchen Schutzringen ist, dass Regen sie leicht fortwäscht und sie regelmäßig erneuert werden müssen um die Pflanzen langfristig schützen zu können. Weniger anfällig für den Regen sind Schutzringe aus Kalk, diese schützen jedoch nicht nur vor Schnecken, sondern verändern den pH-Wert des Bodens was langfristige Folgen für die Pflanzen nach sich zieht. Daher können Schutzringe aus Kalk eher weniger empfohlen werden.

Besonders schön ist es natürlich, wenn man einen Igel im Garten hat. Unterschlupfmöglichkeiten wie eine Benjeshecke oder Igelhäuschen begünstigen das Ansiedeln von Igeln. Wichtig: Arbeiten Sie nicht mit Bierfallen oder Schneckenkorn, wenn Sie einen Igel im Garten haben, da das Tier die vergifteten Schnecken frisst und daran verenden kann.

Auch Tigerschnecken können im Garten angesiedelt werden, um andere Schneckenarten zu bekämpfen. Der große Vorteil bei dieser Schneckenart ist, dass sie ausschließlich andere Nacktschnecken fressen und so beispielsweise Weinbergschnecken, die keinen Schaden anrichten, verschont bleiben.

Schneckenkorn und chemische Schädlingsbekämpfungsmittel 

Wenn der lange gehegte und gepflegte Garten von Schnecken heimgesucht wird, kann neben natürlichen Möglichkeiten Schnecken zu bekämpfen auch zu chemischen Mitteln aus dem Fachhandel gegriffen werden.

Schneckenkorn ist umso wirkungsvoller, je früher es in der Saison eingesetzt wird, da es die erste Generation Schnecken stark dezimiert und die zweite Generation entsprechend kleiner ausfällt. Zudem werden die farblich auffälligen Giftköder früher im Jahr eher gefressen, da es noch an grünen Alternativen mangelt.

Der wohl natürlichste Ansatz zum Schnecken bekämpfen ist das Ansiedeln von Fressfeinden. Igel und Erdkröten lassen sich gerne im Garten nieder, wenn man ihnen ausreichend Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten bietet. Sie dezimieren die Anzahl der Schnecken in den Beeten mit Begeisterung.

Schneckenkorn gibt es mit drei unterschiedlichen Wirkstoffen, die alle mehr oder weniger Einfluss auf die Umwelt und die Ernte nehmen:

Wirkstoff ist Methiocarb gegen Schnecken

Der erste Wirkstoff ist Methiocarb. Wir raten von der Verwendung eher ab. Bei Methiocarb handelt es sich um ein starkes Nervengift für Tiere und Schnecken sterben sofort. Haustiere müssen unbedingt von den Giftködern ferngehalten werden und auch alle anderen Tiere im Garten laufen Gefahr sich zu vergiften. Da es auch für Menschen giftig ist wird zum Einen dringend davon abgeraten Methiocarb zu verwenden, wenn sich Kinder auf den behandelten Flächen aufhalten können und auch mit der Ernte muss mindestes 14 Tage gewartet werden um sicher zu gehen, dass keine Giftrückstände in der Ernte zu finden sind. 

Wirkstoff ist Metaldehyd gegen Schnecken

Der zweite Wirkstoff der in Schneckenkorn vorkommt ist Metaldehyd. Metaldehyd nimmt keinerlei Einfluss auf die Ernte, hat aber den Nachteil, dass es sich in feuchter Umgebung zu Wasser und Kohlendioxid auflöst. Daher ist es nicht regenfest und muss regelmäßig nachgestreut werden. Schnecken bekämpft dieser Wirkstoff indem er ihr Körpergewebe zerstört, für die meisten anderen Tiere ist es jedoch nicht schädlich. Eine der wenigen Ausnahmen sind Hunde, die empfindlich auf größere Mengen Metaldehyd reagieren. Daher ist bei der Verwendung von Metaldehyd in Haushalten mit Hunden Vorsicht geboten.

Wirkstoff ist Eisen-III-Phosphat gegen Schnecken

Der letzte Wirkstoff ist Eisen-III-Phosphat. Dies ist ein natürlich im Boden vorkommender Wirkstoff und für ökologischen Landbau zugelassen, da er für die Umwelt unschädlich ist. Eisen-III-Phosphat ist unbedenklich für Haustiere, Igel und Vögel und zudem regenfest. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass er nur in größeren Mengen wirkt. Eine Schnecke muss ganze 30 Körnchen fressen um zu sterben. Bis dieser Punkt erreicht ist, vergeht natürlich sehr viel mehr Zeit, als bei den aggressiveren Arten von Schneckenkorn. 

Wir beraten Sie zu den unterschiedlichen Marken und Wirkstoffen von Schneckenkorn gerne, wenn Sie bei uns im Gartencenter Mencke vorbeischauen.

Schnecken vertreiben – So wird der Garten langfristig geschützt

Vorbeugende Maßnahmen gegen Schnecken 

Ist die Schneckenplage einmal überwunden, ist die Nächste meist nicht weit. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten die Schnecken zu bekämpfen, bevor sie es sich im Garten gemütlich machen. Hier hilft vor allem ein feinkrümeliger Boden, der kaum Hohlräume oder größere Schollen aufweist, da den Schnecken so ihre beliebteste Versteckmöglichkeit genommen wird. Zudem wird der Platz auf dem Schnecken ihre Eier ablegen können so minimiert.

Im Herbst sollte man daher auch darauf verzichten die Böden umzugraben, da Schnecken dann die Möglichkeit haben ihre Eier in den so entstandenen Hohlräumen in die Beete zu legen. Generell sieht man vom Umgraben heutzutage eher ab, da die Mikroorganismen und Nützlinge im Bodens gestört werden. Besser ist es im Winter brach liegende Beete mit einer Grubber zu bearbeiten. So gelangen die im Beet befindlichen Schneckeneier an die Oberfläche und erfrieren oder werden von nahrungssuchenden Tieren gefressen.

Während der Saison sollte die obere Bodenschicht – also bis zu einer Tiefe von etwa 20 Zentimetern – mit Hacke oder Grubber fein gekrümelt werden. Je nach Beschaffenheit des Bodens empfiehlt es sich zudem mit Bodenverbesserungen aus Sand oder Kompost zu arbeiten um ihn weniger Ideal für Schnecken zu gestalten.

Auch alter Rindenmulch ist ein Tummelplatz für Schnecken und ihre Eier und es kann helfen, alten Rindenmulch abzutragen und mit Grünschnitt oder Kompostbeschleuniger zu kompostieren. Dies hat den Vorteil, dass die Temperatur beim Verrotten des Mulches höher ist und die Schneckeneier so absterben. Eine neue Mulchdecke sollte bestenfalls aus frischer, gehäckselter Nadelholzrinde bestehen. Auch Bodenabdeckungen aus Farnkraut, Tomatenblättern oder grünen Fichtennadeln können Schnecken davon abhalten, sich im Garten häuslich einzurichten. Mehr zum Thema Mulchen finden Sie hier.

Pflanzen gegen Schnecken

Auch Pflanzen können helfen die Anzahl der Schnecken im Garten zu minimieren. So wirkt beispielsweise eine Reihe bestehend aus Kamille und Bohnenkraut wie ein natürlicher Schneckenzaun. Dieser ist in seiner Wirkweise zwar weniger effektiv als ein Schneckenzaun aus Beton, Metall oder Kunststoff, dafür ist er aber auch sehr viel günstiger und dekorativer.

Einige Pflanzen haben zudem den Vorteil, dass sie zwar keine Schnecken vertreiben, aber für sie einfach absolut uninteressant sind. Zu diesen Pflanzen zählen vor allem die mit behaarten, festen oder stacheligen Blättern oder aromatischen Inhaltsstoffen. 

Hierzu zählen:

 

  • Gräser
  • Farne
  • Akelei
  • Ehrenpreis
  • Vergissmeinnicht
  • Kornblume
  • Fingerhut
  • Eisenhut
  • Pfingstrose
  • Hortensie
  • Hasenglöckchen
  • Maiglöckchen
  • Traubenhyazinthe

 Ein Garten der nicht attraktiv für Schnecken ist, muss also absolut nicht karg und trostlos aussehen. Unser Tipp zum Abschluss: Probieren Sie zunächst umweltschonende Maßnahmen aus bevor Sie zum klassischen Schneckenkorn greifen.

 

Garten-Dekotipps

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