Eisenkraut im violett blühenden Staudenbeet

Dauerblüher: Blütenpracht das ganze Jahr hindurch

Welcher Gärtner träumt nicht von blühenden Beeten von Frühjahr bis Herbst? Einer Tummelwiese für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln und zudem wenig Aufwand und Arbeit. Dauerblühend bedeutet natürlich nicht, dass diese Pflanzen das ganze Jahr durchgängig blühen, doch sie haben eine längere Blütezeit als andere Stauden.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen 9 winterharte Stauden vorstellen, die genau dies ermöglichen können.

  1. Buschmalve
  2. Eisenkraut
  3. Immergrün
  4. Mädchenauge
  5. Steppensalbei
  6. Nelkenwurz
  7. Prachtkerze
  8. Pracht-Storchschnabel
  9. Stockrose

Doch zunächst noch ein paar Tipps und Inspirationen.

Dauerblühende Stauden – Wo pflanzt man sie am Besten?

Stockrosen

Winterharte Stauden fühlen sich oftmals in weitläufigen Staudenbeeten, aber auch in Rabatten und Steingärten wohl. Sie stellen wenig Ansprüche an den Boden und bevorzugen sonnige oder halbschattige Standorte. Einzig eine gute Durchlässigkeit des Bodens sollte sichergestellt sein, da die meisten dauerblühenden Stauden nicht gut mit Staunässe umgehen können.

Vorteile von dauerblühenden Staudenbeeten

Der wohl größte Vorteil einer geschickten Kombination von verschiedenen langblühenden Stauden liegt darin, dass Staudenbeete – wenn auf die individuellen Blütezeiten der Stauden geachtet wird – vom Frühjahr bis zu zum ersten Frost durchgängig blühen können. Der kahle Garten erwacht so sehr früh zu neuem Leben und vertreibt mit bunten Blüten den Winter. Davon profitieren nicht nur Gartenbesitzer, sondern vor allem auch Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und andere Insekten, die von den nektarreichen Pflanzen nahezu magisch angezogen werden.

Besonders positiv hervorzuheben ist auch, wie pflegeleicht und genügsam diese Blütenwunder sind. Alles was sie brauchen, wenn sie einmal eingewurzelt sind ist etwas Schutz vor dem Wind, damit ihre Stängel nicht umknicken und ausreichend Wasser in trockenen Sommern.

Haben wir ihr Interesse an Stauden geweckt? Für weitere Informationen, schauen Sie doch einmal den Beitrag zu winterharten Stauden im Allgemeinen an.

Winterharte dauerblühende Stauden – diese müssen sie kennenlernen

Die Buschmalve – Charme des Bauerngartens

zweifarbeige Buschmalve Weiß mit kräftigem Pink

Die Buschmalve (Lavatera olbia) gehört zu den Malvengewächsen (Malvaceae) und stammt ursprünglich aus Südeuropa. Mittlerweile ist sie jedoch auch in Deutschland heimisch.

Am wohlsten fühlt sie sich in großzügig angelegten Staudenbeeten oder Rabatten an einem vollsonnigen Standort. Der Boden sollte sandig und nicht zu nährstoffreich sein. Möglicherweise empfiehlt sich eine Veränderung des Bodens mit Sand.

Die Stängel der Buschmalve wachsen bis zu einer Höhe von 150 cm und ihre Farbpalette erstreckt sich von weiß über rosa bis hin zu hellem violett. Bei uns im Gartencenter finden Sie neben der typischen rosa Variante z.B. auch besondere Züchtungen wie zweifarbige Schönheiten wie auf unserem Foto. Besonders gern werden Malven in Verbindung mit blau blühendem Prachtstorchschnabel, Rittersporn oder Eisenhut gepflanzt.

Die Blütezeit 

Buschmalven sind nicht nur sommerblühende Stauden, sondern besonders lang blühende winterharte Pflanzen. Ihre Blütezeit beginnt im Juni und zieht sich in milderen Jahren bis in den Herbst. 

Eisenkraut – Aparte und filigrane Ästhetik

Violette Eisenkrautblüte

Das Eisenkraut (Verbena bonariensis) auch Wunschkraut oder Eisenbart genannt, gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae).

Es passt besonders gut in naturnahe Rabatten (siehe Titelbild des Beitrags), in einen Präriegärten oder zum New German Style. Diese modernen Gartenstile arbeiten mit besonders pflegeleichten Kombinationen von Stauden, Gräsern und Zwiebelblumen.

Aber auch in großen Pflanzkübeln auf dem Balkon fühlen sich die winterharten niedrigen Stauden wohl. Durch seine zarten, filigranen Stängel ist ihm ein windgeschützter, sonniger oder halbschattiger Standort recht.

Der Boden darf leicht feucht sein, Staunässe sollte jedoch bei Beeten mit Eisenkraut unbedingt vermieden werden. Ein leicht saurer Boden, der nicht mit Nährstoffen überladen ist, ist auch zuträglich für das Wachstum von Eisenkraut.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Staude im nächsten Jahr wieder kommt, beachten Sie, dass beim Eisenkraut ein leichter Winterschutz nötig ist. Alternativ versamt sich Eisenkraut auch im Garten, d. h. wenn Sie die alten Blütenstiele über Winter stehen lassen, sprießen junge Pflanzen selbst wenn die Mutterpflanze abstirbt.

Die Blütezeit 

Die Blütezeit dieser dauerblühenden, winterharten Staude beginnt im Juni und endet im Anfang Oktober.

Immergrün – Bezaubernder Bodendecker

Bodendecker Immergrün

Immergrün (Vinca) ist als kleines (Vinca minor) und großes (Vinca major) in Europa beheimatet. Es gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und ist – wie der Name vermuten lässt – in allen Teilen giftig.

Das Immergrün wächst am liebsten auf lockerem und nährstoffreichem Boden im Schatten von Sträuchern oder Laubbäumen. Während das große Immergrün lieber an wärmeren und trockeneren Plätzen wächst, fühlt sich das kleine Immergrün auch an kühleren und feuchteren Plätzen wohl.

Die Blüten des Immergrüns sind weiß, violett oder blau, was das Kombinieren leicht macht. Zum Einen ist die Kombination mit hohen Schattenstauden, wie Fingerhut, Storchschnabel und Astilbe beliebt, jedoch eignet sich Immergrün auch als Pflanzpartner für Narzissen. Auch Blumen-Hartriegel und Zaubernuss können aufgrund des durch das Immergrün ausgeübten geringen Wurzeldruck unterpflanzt werden.

Die Blütezeit 

Die Blütezeit des Immergrüns reicht von April bis Mai, doch ziert es aufgrund seiner immergrünen dunkelgrün glänzenden Blätter ganzjährig den Garten. Oft erfreut es mit einer zweiten Blüte im September. Es wird 10-15 beziehungsweise 20-30 cm hoch und bildet schnell lange Ausläufer. So erobert die winterharte Pflanze schnell große Flächen.

Mädchenauge – Ein wahres Schöngesicht

Blüte Mädchenauge in gelb rot

Das Mädchenauge (Coreopsis), auch Schöngesicht genannt, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Heimisch sind sie vor allem in den USA und Mexiko, doch auch in Deutschland gehören die dauerblühenden Stauden zu den beliebtesten Beetblumen.

Die blühfreudige Staude fühlt sich am wohlsten im Beet und auf nährstoffreichem Boden. Hier bietet es sich an, sandige Böden mit Kompost zu verbessern. Höhere Sorten des Mädchenauges neigen dazu auseinanderzufallen, während die niedrigen Stauden standfest sind. In unserem Sortiment finden Sie Staudenstützen, die hier gut geeignet sind – von Bambusbögen über elegante Rankhilfen bis hin zu praktischen unauffälligen Metalleinfassungen.

Ursprünglich waren die winterharten mehrjährigen Mädchenaugen immer gelb, mittlerweile gibt es jedoch ein breiteres Farbspektrum das rosa, rot, weiß und rotbraun einschließt. Die Wuchshöhe variiert stark, einige Arten werden 10-80 cm hoch, andere bis zu 180 cm.

Mädchenaugen lassen sich im Beet sehr gut kombinieren. Hier bieten sich eigentlich alle sonnenliebenden Stauden oder Blütensträucher an. Besonders beliebt ist das Mädchenauge jedoch in Kombination mit Sonnenbraut, Sonnenhut oder Scheinsonnenhut.

Die Blütezeit 

Das Mädchenauge erfreut von Juni bis Oktober mit seinen Blüten und ist dabei sehr unkompliziert und pflegeleicht.

Steppensalbei – Umschwärmte Zierde

Steppensalbei Dauerblüher

Der Steppensalbei (Salvia Nemorosa) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist zwischen Europa und Russland verbreitet.

Besonders wohl fühlt sich Steppensalbei auf gut durchlässigen, nährstoffreichen Gartenböden und auch vollsonnige Plätze sind im sehr willkommen. Weil er recht wenig Ansprüche an den Boden stellt, ist diese sommerblühende Staude beliebt als Pflanze in Steingärten. Zudem ist er auch beliebt in Naturgärten, da Insekten sie als Nektar- und Pollenpflanze schätzen. Er wächst sehr kompakt und wird 30 bis 60 cm hoch.

Steppensalbei ist wie die meisten winterharten Stauden selten von Schädlingen oder Krankheiten betroffen, nur auf Blattläuse sollte man ebenso ein Auge haben, wie darauf Steppensalbei nicht zu dicht zu pflanzen. Denn bei dichter Bepflanzung neigt Steppensalbei zu Mehltau.

Aufgrund der ähnlichen Blütezeit wird Steppensalbei gern mit Rosen kombiniert. Zudem eignen sich auch andere Stauden, Ziergräser aber auch Kräuter.

Die Blütezeit 

Die schlanken Blütenkerzen des Steppensalbei bestehen aus 2-6 Einzelblüten die in ihrer Farbgebung von weiß über rosa bis hin zu blau-violett. Mit seinen Blüten erfreut die sommerblühende Staude Im Juni und Juli, manchmal sogar bis in den August, wenn Sie es nach der ersten Blüte zurückschneiden.

Nelkenwurz – Leuchtende Farben

Orange-rot blühender Nelkenwurz

Die Nelkenwurz (Geum urbanum) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Von den 50 unterschiedlichen Arten der Nelkenwurz sich zwei heimisch in Deutschland. Die echte Nelkenwurz und die Bachnelkenwurz. Aufgrund des darin enthaltenen Eugenols, wurde Nelkenwurz lange Zeit als Ersatz für Gewürznelken genutzt.

Normaler Gartenboden ist nicht zu feucht und nicht zu trocken und daher sehr gut geeignet zur Pflanzung von Nelkenwurz. Bei zu nährstoffarmem Boden sollte Kompost beigemischt werden, Sandboden eignet sich jedoch nicht zur Pflanzung von Nelkenwurz.

Kombiniert werden kann Nelkenwurz gut mit Purpurglöckchen, aber auch Elfenblumen und Sumpfvergissmeinnicht eignen sich gut. Nelkenwurz wächst klein, aber ausdauernd und krautig etwa 20 bis 80 cm hoch. Sie ist sehr robust und wenig krankheitsanfällig, sogar von Schnecken wird sie gemieden.

Die Blütezeit 

Nelkenwurz blüht abhängig von der Sorte von April bis August, meistens jedoch im Juni und Juli. Die Farbpalette beschränkt sich auf Gelb und Weiß, sowie Rosa und Rot.

Prachtkerze – Leuchtet in der Dämmerung

Filigrane Blüte einer Prachtkerze in zartem weiß-rosa

Die Prachtkerze (Gaura lindheimeri) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Ihre hellen Blüten erstrahlen besonders bei Dunkelheit. Sie gedeihen am besten auf durchlässigem, trockenem und nährstoffarmem Boden, der keinesfalls zu humusreich sein sollte.

Sie bevorzugt einen sonnigen bis vollsonnigen Standort, der vor starken Winden geschützt sein sollte. Hier bietet es sich vor allem an, sie vor einer nach Süden ausgerichteten Hauswand zu pflanzen. Sie eignet sich auch für Kiesbeete und Rabatten, aber generell für alle sonnigen Standorte.

Sie wird bis zu 150 cm hoch und wächst um die 90 cm in die Breite. Dabei ist sie sehr pflegeleicht, jedoch sollte aufgrund einer gewissen Frostanfälligkeit winterliche Nässe vermieden werden. In rauheren Lagen ist ein Winterschutz aus Reisig oder Laub ein Muss. Sie verträgt nur kurzfristig Temperaturen von -15 Grad.

Kombinieren kann man die Prachtkerze sehr gut mit Rosen, es eignen sich jedoch auch viele weitere Pflanzen zur Kombination. Hier beraten Sie die Mitarbeiter in unserem Gartencenter gerne genauer.

Die Blütezeit

Bei Prachtkerzen handelt es sich um wirklich blühfreudige Stauden, denn durch die Vielzahl ihrer Blüten zieht sich die Blütezeit von Juli bis hin zum ersten Frost. Sie zeichnet sich durch eine Vielzahl an Blüten aus, von denen jedoch jede Einzelne nur einen einzigen Tag blüht.

Pracht-Storchschnabel – Hauchzarte Blütenpracht

Zarte violette Blüte eines Prachtstorchschnabels

Der Pracht-Storchschnabel (Unsere Lieblingsorte: Geranium wallichianum „Rozanne“) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Es handelt sich um eine halbkugelig wachsende winterharte Staude, die einen angenehm würzigen Duft verströmt. Sie kann bis zu 50 cm hoch und 50 cm breit.

Am besten gedeiht der Pracht-Storchschnabel an sonnigen und halbschattigen Standorten. Da die Stiele nicht standfest sind, empfiehlt sich ein windgeschützter Platz. Er bevorzugt einen nährstoff- und humusreichen Boden, der durchlässig und mäßig feucht sein sollte.

Der Pracht-Storchschnabel blüht dunkelviolett und die Blüten sind von dunklen Blattadern durchzogen. Er ist so pflegeleicht, dass das Gießen nur in der Anfangszeit notwendig ist.

Später braucht er nur in wirklich langen Trockenperioden etwas Wasser. Zudem ist er gesund, robust und zudem absolut frostfest. Auch Schnecken halten sich von ihm fern.

Im Garten bietet sich eine Kombination des Pracht-Storchschnabels mit anderen Pflanzen an. Besonders geeignet sind Rosen oder Rittersporn, aber auch Frauenmantel, Gold-Wolfsmilch, Woll-Ziest oder Pfingstrosen. Er kann sich stark ausbreiten, weswegen man ihn nicht mit schwach wüchsigen Pflanzen kombinieren sollte. Wir beraten Sie gerne bei der Zusammenstellung geeigneter Pflanzpartner.

Die Blütezeit

Die Blütezeit des Pracht-Storchschnabels beläuft sich auf auf Juni bis Oktober, wobei sich diese Zeit in zwei Blüteperioden gliedert. Zudem färben sich seine Blätter im Herbst leuchtend rot bis gelborange (super schön!), ehe die absolut winterharte Staude sie abwirft.

Stockrose – Hochgewachsene Schönheit

Zweifarbige Stockrose weiß und pink

Die Stockrose (Alcea Rosea) gehört wie die Buschmalve zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie kann bis zu 2 Meter groß werden und blüht in Ähren mit auffällig großen Blüten.

Die sommerblühende Staude präferiert ein sonniges Beet und einen durchlässigen Boden. Bei der Pflanzung sollte unbedingt auf ausreichenden Abstand geachtet werden, da Stockrosen bei zu enger Pflanzung anfällig für Malvenrost sind. Auch sollten an Stellen, an denen Stockrosen dem Wind ausgesetzt sind, für eine Abstützung der Stängel gesorgt werden, denn diese knicken im Wind leicht ab.

Im Sommer benötigt die Stockrose reichlich Wasser, zudem empfiehlt es sich den Boden mit etwas Mulch vor dem Austrocknen zu schützen.

Geeignete Pflanzpartner sind beispielsweise Phlox, Rittersporn, Sonnenblumen oder Rosen, doch auch andere Pflanzen bieten sich zur Kombination an. Wir helfen Ihnen gerne dabei den idyllischen Charme eines Cottage Gartens zu erzeugen. Lassen Sie sich vor Ort von uns beraten!

Die Blütezeit

Gärtnerherzen erfreut die Stockrose von Juli bis September mit ihren Blüten. Die Farbpalette rangiert von weiß über gelb, apricot, rosa und rot bis hin zu violett und purpurschwarz. Wenn sie ungefüllte Blüten wählen, machen Sie den Bienen in Ihrem Garten eine große Freude. Ein Rückschnitt fördert den Neuaustrieb der Mutterpflanze im nächsten Jahr, unterbindet allerdings die Selbstaussaat.

Neben unseren 9 Lieblingen gibt es natürlich noch weitere dauerblühende winterharte Stauden:

  • Spornblume
  • Rittersporn
  • Duftnessel
  • Sonnenauge
  • Bartfaden
  • Salbei
  • Gefüllte Bertramsgarbe
  • Schafgarbe
  • Kugeldistel
  • Katzenminze
  • Skabiose
  • Sterndolde
  • Sonnenbraut
  • Sonnenhut

Wir sind ihnen gerne bei der Auswahl der passenden winterharten Stauden für ihren Garten behilflich. Kommen sie einfach ins Gartencenter Mencke und sprechen sie uns an.

Garten-Dekotipps

Titelbild: © envato elements; Stockrosen: © south_nostalghia via Twenty20; Buschmalve + Eisenkraut + Immergrün + Nelkenwurz + Pracht-Storchschnabel: © Mencke, Frauke; Mädchenauge: ©pamalita63 via Twenty20; Steppensalbei: © JosiEpic via Twenty20; Prachtkerze: © Realworldmoments
Realworldmoments via Twenty; Stockrose: © mattxfoto via Twenty20