Trauermuecken

Fliegen in der Blumenerde? Trauermücken bekämpfen!

Sie kennen das Gefühl, eine neue Zimmerpflanze auf Ihre Fensterbank zu stellen: Freude über die neueste Errungenschaft und irgendwie auch ein bisschen pures Glück. Aber was tun, wenn der Neuling von Trauermücken befallen ist? Vielleicht waren bereits Larven in der Erde? Hier erfahren Sie mehr zu dem Schädling und zur Bekämpfung.

Um Trauermücken dauerhaft loszuwerden, können Sie zu unterschiedlichen Methoden greifen. Was ist die Trauermücke für ein Schädling und wie wirkt sich ein Befall auf Ihre Pflanzen aus? Wie lässt sie sich außerdem dauerhaft bekämpfen?
In diesem Beitrag finden Sie hilfreiche Tipps.

Was sind Trauermücken?

Trauermücken (Sciaridae) gehören zur Familie der Zweiflügler und zur Unterordnung der Mücken. Zwar sind etwa 1.800 Arten weltweit bekannt, jedoch gibt es wahrscheinlich noch weitaus mehr Arten, die der Mensch noch nicht erforscht hat. Allein in Europa sind über 600 Mücken-Arten bekannt.

Ihrem Aussehen hat die Trauermücke ihren deutschen bzw. wissenschaftlichen Namen zu verdanken: Sciaridae stammt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa “beschattet” oder “dunkel”. Passend, denn die Trauermücke zeichnet sich durch ihre dunkle Körperfärbung aus und ihre dunkel getrübten Flügel.

Trauermücken sind weltweit verbreitet und besiedeln sogar extreme Lebensräume, wie beispielsweise die Antarktis, Tundragebiete, Berg- und Wüstenregionen. In feuchten Gebieten, wie Wäldern, Mooren, Feuchtwiesen, Weiden und Gärten kommen jedoch die meisten Arten vor. Sie leben versteckt in Laub und Pflanzen und können sich so auch in Wohnbereichen verbreiten, beispielsweise in Zimmerpflanzen.

Trauermücken in der Wohnung – was können sie anrichten?

Sowohl in privaten Haushalten, als auch in der Landwirtschaft können Trauermücken großen Schaden anrichten. In der Wohnung können sie zudem äußerst lästig sein. Sie breiten sich auf sämtlichen Zimmerpflanzen aus, indem sie ihre Eier in die Blumenerde legen. Ihre Larven ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen und beeinträchtigen dadurch stark deren Wachstum. Im schlimmsten Fall geht eine Pflanze komplett ein und lässt sich nicht mehr retten.

Um zu verhindern, dass Ihre Zimmerpflanzen nicht mehr genügend Nährstoffe aus dem Boden nehmen können, ist eine rechtzeitige Bekämpfung der Trauermücken notwendig. Im Folgenden erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Trauermücken bekämpfen können und was nachhaltig gegen die kleinen Fliegen in der Blumenerde hilft.

Trauermücken bekämpfen: 5 effektive Tipps!

Erde Trauermuecken

Es kann passieren, dass Sie eine Pflanze kaufen, in der bereits Trauermücken ihre Eier abgelegt haben. Das bedeutet, sie tragen die Schädlinge einfach mit nach Hause. Ein einfacher Trick, um zu testen, ob Ihre Pflanze befallen ist: Nehmen Sie den Topf in beide Hände und schütteln Sie das Gewächs ganz leicht. Wenn sich ein Schwarm kleiner, schwarzer Tierchen erhebt, können Sie relativ sicher sein, dass sich Trauermücken eingenistet haben. Möglicherweise können Sie auch bereits kleine Larven in der Blumenerde erkennen. Dann wird es höchste Zeit, zu handeln!

HINWEIS: Es kommt nicht selten vor, dass Larven beim Kauf einer preiswerten, minderwertigen Blumenerde beim Umtopfen eingeschleppt werden. Aus diesem Grund macht es Sinn bei Zimmerpflanzen in eine gute, hochwertige Blumenerde zu investieren.

Tipp 1 zum Trauermückenbefall indentifizieren: Gelbsticker

Gelbtafeln und Gelbsticker bekämpfen den Befall von Trauermücken nicht – sie geben aber einen Eindeutigen einen Hinweis auf Art und Menge des Befalls. Die gelbe Farbe und der aufgebrachte Lockstoff ziehen die Trauermücken an, welche dann am Klebstoff hängen bleiben. Stecken Sie die Gelbsticker hierfür ganz einfach in die Erde. Diese sind beispielsweise im Gartencenter erhältlich. Wichtig: Mit dieser Methode bekämpfen Sie nur die bereits ausgewachsenen Mücken. Die Larven bleiben jedoch in der Erde bestehen. Dementsprechend kann ein Befall mit Gelbstickern nicht final bekämpft werden.

Tipp 2: Nematoden gegen Trauermücken

Der Einsatz sogenannter Fadenwürmer bzw. Nematoden hat sich in der Bekämpfung von Trauermücken als äußerst effektiv erwiesen. Weltweit sind über 20.000 Arten des Parasiten bekannt, den Sie mit dem Gießwasser der Blumenerde zufügen. Die 0,8 Millimeter großen Würmer dringen dann in die Larven der Trauermücken ein und nutzen diese als Wirt. Nach wenigen Tagen verenden die Larven schließlich. Nach etwa zwei Wochen ist die Zimmerpflanze von Trauermückenlarven befreit.

Wichtig in der Zeit der Bekämpfung mittels Nematoden: Achten Sie darauf, dass die Blumenerde eine Temperatur zwischen 15 und 25 Grad Celsius aufweist und nicht austrocknet. Halten Sie sie ständig feucht, aber gießen Sie nicht übermäßig. Die Parasiten können nur für Sie arbeiten, wenn Sie nicht von zu viel Wasser an den Grund des Blumentopfes geschwemmt werden.

Tipp 3 gegen Trauermücken: Raubmilben

Auch mit Raubmilben können Sie Trauermückenlarven bekämpfen und bleiben dabei absolut im Rahmen der biologischen Schädlingsbekämpfung. Sie können sie über das Torfsubstrat, in welchem sie enthalten sind, auf das Hauptsubstrat Ihrer Pflanze auftragen. Die Raubmilben fressen schließlich die Larven der Trauermücken und überleben anschließend noch mehrere Wochen ohne Nahrung. Das hat den Vorteil, dass auch die Larven getötet werden, die die Trauermücken erst später in der Blumenerde abgelegt haben.

Der Einsatz von Raubmilben gegen Trauermücken erfordert jedoch etwas Geduld. Da die Milben nur die Larven, nicht aber die erwachsenen Insekten fressen, kann es etwas dauern, bis die Schädlinge vollständig bekämpft sind. Empfehlenswert ist die Kombination mit Gelbstickern, damit Sie auch die erwachsenen Tiere loswerden. Dann sollte Ihre Wohnung nach ein paar Wochen von Trauermücken befreit sein.

Tipp 4: Bacillus thuringiensis kaufen

Mit dem Bakterium Bacillus thuringiensis lassen sich Trauermücken ebenfalls bekämpfen. Allerdings brauchen Sie hier ein wenig Geduld, denn bei dieser Methode handelt es sich um einen passiven Prozess, der mehrere Wochen dauert. Jedoch sind die Bakterien sehr effektiv, denn ihre Sporen sind giftig für die Trauermückenlarven. Sie können außerdem vorbeugend eingesetzt werden, um einen (erneuten) Befall mit Trauermücken zu vermeiden.

Tipp 5: Fleischfressende Pflanzen gegen Trauermücken

Fleischfressende Pflanzen eignen sich natürlich nur zur Bekämpfung bereits ausgewachsener Trauermücken. Gegen die Larven in der Blumenerde müssen Sie dann zusätzlich zu anderen Mitteln greifen. Traumhaft schöne und gut geeignete fleischfressende Pflanzen sind beispielsweise die Venusfliegenfalle, Fettkraut, Kannen- und Schlauchpflanze. Kombinieren Sie sie beispielsweise mit Bacillus thuringiensis, Raubmilben oder Nematoden, die Sie in die Blumenerde der betroffenen Pflanze mischen.

Mit unseren Tipps können Sie Trauermücken dauerhaft loswerden. Wichtig ist, dass Sie Methoden kombinieren, die sowohl die Larven in der Blumenerde, als auch die bereits ausgewachsenen Trauermücken bekämpfen.

Fazit: So können Sie Trauermücken dauerhaft bekämpfen

Bei einem Befall von Trauermücken in Ihren Zimmerpflanzen ist es wichtig, dass Sie zu effektiven Bekämpfungsmethoden greifen. Empfehlenswert ist die biologische Schädlingsbekämpfung mit Nematoden, Raubmilben oder dem Bakterium Bacillus thuringiensis. So werden Sie die Trauermückenlarven in der Blumenerde los. Kombinieren Sie diese Methoden mit Gelbstickern, die Sie in die Erde stecken, oder mit fleischfressenden Pflanzen. So werden Sie auch die bereits ausgewachsenen Trauermücken los.

In unserem Gartencenter Mencke erhalten Sie Gelbstreifen gegen Trauermücken. Gerne beraten wir Sie zur Anwendung und zu weiteren Mitteln gegen die unerwünschten Insekten.

Beitragsbild: Fotolia © VRD

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