Zimmerpflanze Bogenhanf: Die Top 4 Arten und ihre Pflege

02. Februar 2022
Geschrieben von: Mencke Gartencenter

Ihr seid auf der Suche nach einer pflegeleichten und robusten Pflanze, die es auch verzeiht, wenn Ihr mal das Gießen vergesst? Oder auch mehrmals? Ihr habt keinen sonderlich grünen Daumen und eigentlich ist jede Pflanze bei Euch dazu verurteilt zu vertrocknen? Ihr verbringt wenig Zeit zu Hause, mögt aber Pflanzen sehr gerne und wollt nicht auf sie verzichten? Dann ist der Bogenhanf die perfekte Zimmerpflanze für Euch. Alles Wissenswerte rund um den Bogenhanf, seine Pflege und die beliebtesten Arten erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Bogenhanf - Die beliebtesten Arten

1. Sansevieria trifasciata

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Die wohl am weitesten verbreitete Bogenhanf Art, da sie mit Abstand am pflegeleichtesten ist. Sie ist gekennzeichnet durch ein aufrechtes Wachstum der großen Blätter und einen charakteristischen klar abgesetzten hellen Blattrand. Es gibt von dieser Art verschiedene Sorten in den unterschiedlichsten Größen z. B. ‘Laurentii’ oder ‘Futura Superba’, sodass für jeden Platz eine passende Pflanze zu finden ist. Mittlerweile gibt es auch verschiedene grüne und silbrig-grüne Sorten.


2. Sansevieria bacularis – auch ‘Fernwood’ genannt

sansevieria-bacularis.jpeg Die Art des Bogenhanfs bildet pro Rhizom ein bis maximal zwei aufrecht stehende, bis zu 1,7 Meter lange Blätter aus die in einer dünnen Spitze enden. Doch keine Sorte es gibt auch handlichere Größen dieser Art zu kaufen. Ihre Blätter sind grün gefärbt und weisen einige hellere Querbänder auf.


3. Sansevieria cylindrica

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Diese Bogenhanf Art wächst sehr gerade und aufrecht. Ihre Blätter sind grün gemustert und können je nach Sorte bis zu einem Meter lang werden. Im Handel werden in der Regel kleine Sorten angeboten.


4. Sansevieria masoniana – auch ‘Victoria’ genannt

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Diese Bogenhanf Art weist sehr breite, nahezu laubähnliche Blätter auf. Sie sind gräulich grün gefärbt und haben einen faserigen, braun gefärbten Rand und helle Flecken. Oft besteht die Pflanze aus nur einem einzigen dekorativen Blatt.
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Es gibt natürlich noch weitere wunderschöne Bogenhanf Arten und unfassbar viele schöne Züchtungen. Kommt doch einfach mal bei uns im Gartencenter Mencke vorbei und lasst Euch von unserem breiten Sortiment begeistern.


Bogenhanf Pflege: Die Bescheidenheit in Pflanze

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Der perfekte Bogenhanf Standort - wo fühlt er sich wohl?

Sansevieria bevorzugt einen hellen bis sonnigen Standort an einem großen Fenster, idealerweise herrschen dort zwischen 21 und 24 Grad Celsius und im Winter niemals unter 15 Grad Celsius. Das klingt für eine robuste und pflegeleichte Pflanze zwar recht anspruchsvoll, bezeichnet aber nur den idealen Zustand. Der Bogenhanf kommt auch mit deutlich weniger Licht zurecht, die einzige nennenswerte Auswirkung, die dies auf die Pflanze hat, ist, dass ihre Blätter dunkler gefärbt sind, als bei einem Bogenhanf der an einem hellen Platz steht.
Auch bei der Temperatur ist der Bogenhanf recht unempfindlich. Bis zu 30 Grad Celsius hält er bei Bedarf ohne größere Probleme aus. Im Winter sollte man darauf achten, dass der Bogenhanf keine Zugluft abbekommt. Diese verträgt er im Gegensatz zur Sonne nicht besonders gut.


Welches Substrat braucht Bogenhanf?

Bogenhanf ist in vielen Punkten nahezu unverwüstlich und somit die perfekte Anfängerpflanze, er hat jedoch eine Schwachstelle, welche die Wahl des richtigen Substrats unbedingt notwendig macht: Er ist extrem anfällig für Feuchtigkeit und Wurzelfäule. Das Substrat, in dem Euer Bogenhanf sich wohlfühlt, ist also durchlässig und vorwiegend mineralisch. Idealerweise mischt Ihr zu gleichen Teilen Grünpflanzenerde mit grobem Sand. Ihr könnt aber auch Kakteen- oder Sukkulentenerde benutzen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Im Topf ist zudem ein guter Wasserabzug wichtig.
Kleiner Tipp für Experimentierfreudige: Der Bogenhanf lässt sich jedoch auch wunderbar in Hydrokultur halten. Wollt ihr mehr zu Hydrokulturen wissen? Dann schaut mal hier vorbei.


Bogenhanf gießen - Wie macht man das am Besten?

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Beim Gießen von Bogenhanf gilt: Weniger ist mehr. Wie bereits erwähnt, ist Bogenhanf extrem empfindlich in Bezug auf feuchtes Substrat und Staunässe. Da die Pflanze jedoch Wasser in den Blättern speichert, ist das Substrat oftmals schon deutlich vor dem Zeitpunkt wieder trocken, an dem der Bogenhanf gewässert werden möchte. Das Substrat darf also zwischen dem Wässern gerne vollständig trocknen, den Bogenhanf stört das nicht im Geringsten.

Zudem hilft es, den Bogenhanf nicht direkt zu gießen, sondern das Substrat von der Seite zu befeuchten. Gelangt die Feuchtigkeit in die Blattrosette, neigt sie dazu, sich dort zu sammeln und das ist für den Bogenhanf sehr schädlich.

Am liebsten mag der Bogenhanf abgestandenes und kalkarmes Wasser, kommt aber auch mit kalkhaltigem Leitungswasser zurecht. Im Winter sollte er nicht öfter als einmal in vier Wochen und sobald die Temperatur unter 10 Grad Celsius sinkt, überhaupt nicht mehr gewässert werden, denn dann macht der Bogenhanf ohnehin eine Wachstumspause und nimmt das Wasser nicht auf. In den Sommermonaten, auch bei stärkerer Hitze, reicht ihm alle 14 Tage völlig aus.


Bogenhanf düngen - worauf muss man achten?

Bogenhanf wird von März bis Oktober etwa alle 3-4 Wochen mit flüssigem Grünpflanzen- oder Kakteendünger gedüngt. Da beim Düngen wie beim Gießen die Devise gilt: Weniger ist mehr, empfiehlt es sich, den Dünger dem Gießwasser zuzusetzen. Es gibt den Dünger auch in Stäbchenform, die dann für ca. 3 Monate reichen.


Bogenhanf umtopfen – wie geht das und wann sollte man es tun?

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Da Bogenhanf Rhizome bildet, die sich waagerecht im Topf verteilen, empfiehlt es sich, ihn in flache Töpfe mit großem Durchmesser zu pflanzen.

Umgetopft werden sollte er bestenfalls im März oder April und es ist auch nur dann nötig, wenn der vorherige Topf zu klein geworden ist. Das erkennt man recht einfach daran, dass die Rhizome aufgrund des Platzmangels beginnen, sich aus der Erde zu drücken oder sogar den Kulturtopf aufsprengen.

Bei hochwachsenden Bogenhanf Arten erkennt man es außerdem daran, dass die Blätter beginnen seitlich wegzukippen. Da Bogenhanf recht kopflastig ist, empfiehlt es sich außerdem, beim Umtopfen darauf zu achten, dass der Topf robust und recht schwer ist, damit die Pflanze nicht früher oder später umkippt.

Unser Tipp: Beim Umtopfen ist es sehr leicht im neuen Topf eine Drainageschicht aus Blähton einzufügen, bevor man ihn mit Substrat befüllt. Diese hilft dabei, Staunässe zu vermeiden. Wir haben bei uns im Gartencenter sowohl die passende Erde als auch Drainagematerial vorrätig.


Bogenhanf schneiden - muss man das überhaupt?

Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten, denn Bogenhanf muss nicht geschnitten werden. Sollte aber doch einmal ein Blatt stören, kann es jederzeit nah am Rhizom abgeschnitten und somit entfernt werden.


Kann ich auch einen Bogenhanf Steckling ziehen?

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten Bogenhanf zu vermehren, zum einen durch Stecklinge und zum anderen, indem man ihn teilt.

Stecklinge vom Bogenhanf kann man zwischen Frühjahr und Sommer gewinnen, indem man etwa 5 Zentimeter lange Blattsegmete schneidet. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, welche Schnittkante das obere und welche das untere Ende des Stecklings ist. Die Stecklinge werden zunächst eine Woche an der Luft getrocknet und dann mit der unteren Schnittkante in feuchtem Substrat platziert.

Diese bilden dann bei 21 Grad Celsius und im Halbschatten kleine Rhizome aus, die eingepflanzt werden können. Diese Methode der Vermehrung eignet sich jedoch ausschließlich für grünblättrige Bogenhanf Arten, da so gewonnene Stecklinge ihre Farbe verlieren und grün nachwachsen.

Möchte man die Farbe des Bogenhanfs erhalten, ist es sinnvoller, ihn durch Teilung zu vermehren. Das geht am leichtesten beim Umtopfen, dann hier wird ein bewurzeltes Rhizomstück mit einigen Blättern von der Mutterpflanze getrennt und kann dann einfach allein gepflanzt werden.

Unser Tipp: Vermehrt man großblättrige Bogenhanf Arten durch Teilung, empfiehlt es sich, die Blätter vor dem erneuten einpflanzen zu kürzen. So steht der Bogenhanf stabiler.


Krankheiten und Schädlinge? Was kann der Bogenhanf bekommen?

Bogenhanf ist eine extrem robuste Pflanze und nicht anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Einzig Wurzelfäule durch zu viel Feuchtigkeit können vorkommen und in seltenen Fällen wird Bogenhanf auch von Wollläusen befallen. Durch Heizungsluft im Winter können hin und wieder Spinnmilben auftreten, aber alles in allem handelt es sich beim Bogenhanf um eine extrem pflegeleichte Pflanze.


Angeberwissen über Sansevieria

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Der Bogenhanf (Sansevieria) gehört zu den Spargelgewächsen und ist eng verwandt mit den Drachenbäumen. Ursprünglich stammen die meisten Sansevieria Arten aus Afrika, einige wenige zudem aus den tropischen Teilen Asiens. Mittlerweile findet man den Bogenhanf jedoch auch in Südeuropa, auf den Kanaren und in Florida.

Einige Arten des Bogenhanfs sind sehr hartfaserig und werden daher als Nutzpflanzen angebaut. Verwendet werden sie vor allem zur Herstellung von Seilen, jedoch kann man aus den Fasern auch Bogensehnen herstellen. Daher stammt auch der Name Bogenhanf und nicht Hanfbogen, wie die Sansevieria manchmal fälschlich bezeichnet wird.

luftreinigende-pflanze.jpeg Als Zimmerpflanze ist Bogenhanf auch deshalb so beliebt, weil er Schadstoffe wie beispielsweise Formaldehyd aus der Luft filtert und so für ein angenehmes Raumklima sorgt. Des Weiteren wirken seine Blätter und Rhizome im getrockneten, gemahlenen oder gekochtem Zustand entzündungshemmend.


Der Bogenhanf blüht nur selten – doch stören tut das nicht

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Beim Bogenhanf handelt es sich um eine krautige Pflanze ohne aufrechte Sprossachse. Seine langen, riemenartigen und fleischigen Blätter wachsen grundständig aus kurzen, dicken Rhizomen. Die Blätter sind abhängig von der Art flach oder rundlich, lang und laufen spitz zu. Ebenfalls abhängig von der Art ist es, ob sie starr nach oben wachsen oder rosettenförmig angeordnet sind. Diese Blätter können je nach Sorte eine Länge von bis zu 1,5 Metern erreichen und sind beidseitig mit hell- oder dunkelgrünen Querbändern gezeichnet.

Blüten entwickelt der Bogenhanf so gut wie nie in Zimmerkultur. Wenn er doch blüht, dann bildet er kleine grünlichweiße Blüten an Rispen aus, die sich in der Nacht öffnen und angenehm süßlich duften.


Unser Fazit zum Bogenhanf

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Zusammenfassend kann man den Bogenhanf als die perfekte Pflanze für alle beschreiben, die eine robuste und widerstandsfähige Pflanze suchen. Achtet man auf eine ausreichende, aber nicht übermäßige Versorgung mit Feuchtigkeit, kann man beinahe nichts mehr falsch machen. Bogenhanf ist zudem sehr dekorativ und durch seine luftfilternde Wirkung perfekt geeignet für alle, denen ein gutes Raumklima wichtig ist. Auch als Pflanze im Schlafzimmer ist der Bogenhanf perfekt geeignet, denn er verbessert nicht nur das Raumklima, nachts gibt er Sauerstoff an die Umgebung ab.

Wenn Ihr neugierig geworden seid oder Fragen habt, kommt doch gerne bei uns im Gartencenter Mencke vorbei und lasst Euch von unseren Mitarbeitern beraten. Wir helfen Euch gerne weiter.

Bild Blüte: Creative Commons/Bilder von Pflanzen vor Weiß © Severin Candrian von unsplash/ Titelbild und Bilder aus dem Gartencenter © MENCKE Gartencenter GmbH

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